Zweiter Einsatz in Wimbledon, zweite Niederlage gleich in der ersten Runde. Mit dem traditionellen Grand-Slam-Turnier im Südwesten von London wird der Kamp-Lintforter Tennisprofi Daniel Altmaier noch nicht so richtig warm. Dabei schien das 3:6, 6:7 (1:7), 6:3, 5:7 gegen den kampfstarken Australier Aleksandar Vukic durchaus vermeidbar. Der 24-jährige Altmaier, der bekanntlich gemeinsam mit Anna-Lena Friedsam beim TC Blau-Weiß Kamp-Lintfort am Niederrhein trainiert, hatte sich nach einem mäßigen ersten Satz mit drei Breakverlusten schließlich gesteigert.

Daniel Altmaier: Break zum 5:4 im vierten Satz reicht nicht

Im vierten Satz gelang Altmaier sogar das Break zum 5:4. Die komplette Wende im Match nach einem Zwei-Sätze-Rückstand schien möglich. Doch das folgende Service zum Satzgewinn, das die Eintrittskarte zum Entscheidungssatz gewesen wäre, entglitt dem Kempener dann unerwartet. Bei 5:6 und eigenem Aufschlag unterliefen Altmaier dann leichte Fehler, die sein kräftemäßig eigentlich abbauender Konkurrent zu drei Matchbällen ausnutzte. Der zweite saß. Nach 2:36 Stunden musste Daniel Altmaier am familiären Court 9 zähneknirschend die Tasche packen.

Wimbledon-Turnier mit 52,3 Millionen Euro dotiert

„Daniel hat nach dem Rebreak im vierten Satz für ein paar Minuten den Fokus verloren. Auf Rasen werden solche Dinge dann ganz schnell bestraft“, erklärte Trainer Patrice Hopfe, „der Montag war für uns leider kein guter Tag.“ Zuvor schon war Hopfe-Schützling Anna-Lena Friedsam mit 4:6, 3:6 gegen die US-Amerikanerin Alycia Parks ausgeschieden.

Für den Auftritt in der ersten Runde kassierten die beiden Kamp-Lintforter in Wimbledon immerhin 64.000 Euro an Antrittsprämie und zehn Punkte für die jeweilige Weltrangliste. Das Rasenturnier, bei dem einst Boris Becker 1985 seine Karriere mit seinem Finalsieg begann, ist aktuell mit 52,3 Millionen Euro dotiert.