Frauen-Fußball/Regionalliga

Beim GSV Moers müssen alle mitziehen

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„Solch einen Umbruch habe ich auch noch nicht erlebt“, gesteht Bettina Kutscher, Trainerin der Frauen-Fußball-Regionalliga-Mannschaft vom GSV Moers.

Zwar stehen noch zwölf „altgediente“ Kickerinnen im Team, doch die sechs Abgänge mit Inga Jürgen, die nun erst einmal vereinslos ist, Anke Bak (FCR Duisburg III), Scarlett Hellfeier, Maria Hertzenberg (beide zum FCR Duisburg II), Verena Schulte, die nach ihrem Umzug Richtung Stuttgart ebenfalls noch ohne Verein ist und Nina Heines, die nun das Torwart-Training bei den GSV-Frauen übernommen hat, mussten etliche neue Spielerinnen ins Team eingebaut werden. Und das ist für die Trainerin extrem wichtig: das Team.

„Es muss etwas
zusammenwachsen“

Immerhin kommt die GSV-Mannschaft gerade mal auf ein Durchschnittsalter von 21 Jahren. Aufgerundet. Die die Neuzugänge Melek Uslucuk vom Vogelheimer SV, Annika und Alina Hortz (beide FCR Duisburg III) Melina Brugmann, Denise Berresheim (beide FCR Duisburg U17), Tanja Meitzner, Kathrin Wittfeld (beide GSV II) sowie Milena Patzke (GSV U17) haben höchstens Jahrgang 1992 in ihrem Pass stehen. Bruckmann, Patzke und Berresheim steht sogar 1994. Lediglich Dorthe Engbers (GSV II), der neunte Neuzugang, wurde 1986 geboren und ist damit gleich fünftälteste in der Mannschaft.

„Das ist für die Regionalliga ein Hammer“, weiß die Trainerin. „Es wird nicht einfach, sie zu integrieren und zu gestandenen Regionalliga-Spielerinnen zu machen. Es muss etwas zusammenwachsen.“ Allerdings ist das auch für alle jungen Spielerinnen eine Chance, denn Kutscher ist sicher, dass „wir alles nur im Kollektiv lösen können“. Folglich muss auch jeder Verantwortung übernehmen, ist auf und neben dem Platz gefordert.

„Unser Ziel ist es, uns möglichst von den Abstiegsrängen fernzuhalten“, sagt die erfahrene Trainerin, die allerdings am Sonntag, 13 Uhr, bei Arminia Ibbenbüren mit einem „Offensivproblem“ in die neue Spielzeit starten muss. Dem GSV fehlt schlichtweg die Knipserin. Ekaterini Kiriaki gehört mit ihren 18 Jahren im Angriff schon zu den erfahrensten Akteurinnen. Und natürlich Keeperin Nina Heines, die sich beim Ausfall von Lisa Klos auch noch zwischen die Pfosten stellt. Denn Denise Berresheim fällt mit Kreuzbandriss noch länger aus.

„Die Abgänge von Anke Bak und Inga Jürgen tun uns am meisten weh“, gesteht Bettina Kutscher. So setzt sie nun nicht nur auf die Jugend, sondern auf positive Charaktere. „Wir brauchen Teamplayer, die die Jungen mitziehen. Bei uns ist Respekt und Akzeptanz zwingend notwendig.“ Wer das mitmacht, kann sicherlich viel lernen. Wer nicht mitzieht, „kann gehen“, stellt sich Kutscher vor ihr Team. Egal, wie jung es ist.

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