Leichtathletik / TuS Xanten

Der Internationale Enni-Citylauf in Xanten ist auch abgesagt

Rappelvolle Innenstadt: So sah es im vergangenen Jahr beim Start des 25. Enni-Citylaufs in Xanten aus. Mittendrin, im weißen Shirt: Anna-Lina Dahlbeck (2. Reihe, 3. von links), Leichtathletik-Abteilungsleiterin vom Ausrichter TuS Xanten.

Rappelvolle Innenstadt: So sah es im vergangenen Jahr beim Start des 25. Enni-Citylaufs in Xanten aus. Mittendrin, im weißen Shirt: Anna-Lina Dahlbeck (2. Reihe, 3. von links), Leichtathletik-Abteilungsleiterin vom Ausrichter TuS Xanten.

Foto: Ostermann, Olaf

Xanten.  Es sollte ein spektakulärer Endspurt der Enni-Laufserie werden. Doch nach Absagen in Moers und Neukirchen-Vluyn hat es nun Xanten getroffen.

Es wäre in der normal geplanten Reihenfolge der letzte Start für die diesjährige Enni-Laufserie am Niederrhein gewesen, bei der jedoch bereits zwei der vier Events wegen der Corona-Pandemie komplett abgesagt worden sind. Nun ziehen beim TuS Xanten auch die Verantwortlichen vom Citylauf die Reißleine. Im vergangenen Jahr wurde noch das 25-jährige Jubiläum des Internationalen Citylaufs mit dem Start in der Domstadt gefeiert. Die 26. Auflage, die für den kommenden 11. September geplant war, wird nun wohl frühestens im nächsten Jahr durchgeführt.

„Wir haben uns lange Gedanken gemacht, über eine Terminverschiebung und andere Alternativen gesprochen“, sagt Adelheid Gehrmann, beim TuS zuständig für den Citylaufs. Das Organisationsteam um den TuS-Vorsitzenden Heinrich Gundlach und eben Adelheid Gehrmann musste handeln.

„Letzten Endes haben wir uns zum Wohl und für die Gesundheit aller Läuferinnen und Läufer dazu entschieden, den Xantener Citylauf in diesem Jahr abzusagen. Allerdings mit tränenden Augen“, versichert Adelheid Gehrmann. Und sie weiß genau, wovon sie spricht. Immerhin arbeitet die 62-Jährige seit 40 Jahren als Krankenschwester, kennt die Gefahren durch das Corona-Virus sowie die Auswirkungen von Covid-19: „Wir wollen schlichtweg keine Großinfektion heraufbeschwören.“

Fast 1800 Aktive auf den Strecken

Zur schweren Entscheidung, den Enni-Citylauf in diesem Jahr zu canceln, sagt Adelheid Gehrmann weiter: „Im vergangenen Jahr hatten wir fast 1800 Aktive auf den Strecken – inklusive der Teilnehmer aus den Schulklassen“. Doch die Schulen hätten unisono bereits frühzeitig mitgeteilt, in diesem Jahr auf den Start verzichten zu wollen. Dabei seien die Läufe der Xantener Kindergartenkinder und der Schülerinnen und Schüler immer „ein Herzstück unserer Veranstaltung gewesen, zur Bewegungsförderung der Kinder und Jugendlichen. Von einem normalen Kindergarten- und Schulbetrieb sind wir aber noch weit entfernt“, sagt Gehrmann.

„Der Leichtathletikverband hat ja sowieso die Durchführung solcher Läufe bis zum 30. August untersagt“, berichtet Gehrmann davon, welche Gedanken sich die Verantwortlichen beim TuS gemacht haben. „Und wir wollen elf Tage danach loslegen – wenn da noch etwas dazwischen kommt, können wir doch gar nicht mehr vernünftig reagieren.“ Und sie hätten sich wirklich Zeit gelassen mit der Entscheidung. Hätten mit sich gerungen – doch am Ende habe die Vernunft gewonnen.

„Auch für den Rest des Jahres sind der Verlauf der Coronakrise und die Rahmenbedingungen immer noch unklar und damit ist eine sichere Planung nicht möglich“, beschreibt Heinrich Gundlach wie sich die Lage momentan darstellt. Zumal stets drei Wochen vor dem Xantener Citylauf die Anmeldungen starten würden.

Und dem organisatorischen Aufwand mit Voranmeldungen und den höchstwahrscheinlich nachträglichen Absagen wollte der TuS schließlich einen Riegel vorschieben. Zumal doch für jeden gemeldeten Teilnehmer eine Gebühr fällig werden würde, die der Verein bezahlen muss. Auch ohne Veranstaltung. Und schon jetzt reißt die Absage des Spektakels ein dickes Loch in die Kasse des Vereins.

Nun hoffen beim TuS Xanten alle, dass der 26. Citylauf im nächsten Jahr über die Bühne – Pardon – über den Großen Markt gehen kann. Einen Termin gibt es bereits. Es soll der 10. September sein. „Dann hoffentlich auch wieder im Rahmen der beliebten Enni-Laufserie“, sagt Adelheid Gehrmann.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben