Das war nicht unbedingt zu erwarten. In der Kreisliga A, Freie Partie, hat sich das Billardteam von Grün-Weiß Asberg die Meisterschaft geholt. Beim favorisierten MBC Duisburg gewann GWA das Spitzenspiel mit 6:2. Dabei waren die Voraussetzungen für Asberg nicht optimal. Zwar waren beide Mannschaften punktgleich, doch haben die Gastgeber unter anderem mit Josef Richter einen bundesligaerfahrenen Billardspieler in ihren Reihen. Und die Duisburger hielten in Bestbesetzung gegen GWA. Das minimierte dann doch die Chancen der Asberger.

So hatte Frank Tetzlaff gegen Ingo Kobus mit 50:86 auch das Nachsehen. Das waren am Ende allerdings die einzigen Punkte, die Asberg in der Nachbarstadt ließ. Denn Bernd Hinkelmanns setzte sich in einer äußerst spannenden Partie auf Augenhöhe gegen Peter Bleischwitz mit 68:47 durch. Das war gleichzeitig eine Vorentscheidung. Vor allem weil Jochen Leekes sich gegen den formidablen Dreibandakteur Josef Richter mit 150:102 durchsetzen konnte. Zwar spielte Leekes eine Höchstserie von 50 Ball, doch Richter ließ sich lange Zeit nicht abschütteln. Der Asberger spielte am Ende aber mit 13,63 den besten Einzeldurchschnitt.

Drei-Stunden-Partie

Schließlich bekam es Manfred Lamza mit Harry Disselen zu tun, dem ebenfalls ein Ruf als guter Billardspieler vorauseilt. „Da ist der Respekt sehr groß“, gestand nachher Manfred Lamza. In dieser entscheidenden Begegnung waren große Serien nicht zu erwarten, beide Akteure mussten alles geben, kämpften um jeden Ball – und die Partie verlangte von den Spielern alles ab. Auch vom Publikum. Denn erst nach drei Stunden Spielzeit war die Entscheidung gefallen. Mit 150:122 und einer Höchstserie von 32 Ball setzte sich der Asberger Manfred Lamza durch und sicherte den Gästen damit gleichzeitig die Meisterschaft.

Nun würde GW Asberg in der kommenden Saison eigentlich in der Bezirksliga antreten, „wenn genügend Mannschaften und Spieler zusammenkommen“, so GWA-Sprecher Lamza. Doch das sieht wieder nicht so gut aus.