Kurz vor der Weihnachtspause haben sich die Landesliga-Fußballer von Blau-Weiß Dingden am Freitagabend eiskalt zurück gemeldet. Nach einer starken Leistung setzte sich der Aufstiegsaspirant beim SV Scherpenberg mit 4:2 (1:1) durch und schiebt sich damit vorerst wieder auf Platz zwei nach vorn. In Nicolas Clasen und Kemoh Sacko jubelten dabei beide Angreifer. Torjäger Mohamed Salman fehlte verletzt, Andre Bugla saß angeschlagen zunächst nur auf der Bank.
Marcio Blank bringt SV Scherpenberg in Führung
Die Gäste mussten auch ohne Cheftrainer Jürgen Stratmann auskommen, der sich erkrankt abmeldete und seinem Assistenten Steffen Schluse die Verantwortung übergab. Beide Teams zeigten sich von Beginn an konzentriert und unter Feuer. Dingden hatte mehr Ballbesitz, gestaltete Scherpenberg im 4-4-2 auch nicht allzu viele Freiheiten. Dennoch schlugen die Gastgeber nach 29 Minuten zu. Gegen Luca Grillemeier hatte Torhüter Niklas Schmitz noch in höchste Not retten können (22.), gegen Marcio Blanks Direktabnahme im Strafraum nach einer schönen Linksflanke von Andre Rieger war dann jedoch nichts zu machen.

Auf der Gegenseite verpasste Kemoh Sacko freistehend im Scherpenberger Strafraum den Ausgleich. Die Kugel flog hoch über das Tor (31.). Der bullige Angreifer erhielt aber noch vor der Pause eine zweite Chance - und nutzte sie per Flachschuss freistehend vor Jamie van Dornick zum 1:1 (45.). Unglücksrabe Conner Wastian hatte den Ball allerdings mit einer verunglückten Rückgabe zum eigenen Keeper nahezu perfekt aufgelegt.
SV Scherpenberg offenbart Schwächen im defensiven Mittelfeld
Nach dem Wechsel offenbarten die Gäste vor allem im defensiven Mittelfeld ihre Schwächen. Dingden nahm das Heft energisch in die Hand und drückte. Gegen Jan-Niklas Hafke rettete Max Abel für Scherpenberg noch auf der Tornlinie (55.). Dann allerdings lenkten die Blau-Weißen die Partie in ihre Richtung. Abwehrchef Robin Volmering vollstreckte einen 16-Meter-Freistoß zum 2:1 flach in der linken Torecke (62.). Nur zwei Minuten später schoss Nicolas Clasen aus 18 Metern flach zum 3:1 rechts ein.

Robin Fuhrmann verpasste im Alleingang aufs Dingdener Tor dann das mögliche 2:3 (77.). Mit dem 4:1 per Sacko-Kopfball nach einem kapitalen Fehler von Innenverteidiger Joel Schoof im Strafraum war die Partie gelaufen (81.). Emirhan Karaca verkürzte zwar noch einmal per Kopf (85.). Marcio Blank hatte auch noch eine gute Gelegenheit zum 3:4 (88.). Doch der ersehnte Anschluss für eine dramatische Schlussphase blieb aus.
Co-Trainer Steffen Schluse lobt seine Dingdener Elf
„Wir haben uns im Vergleich mit dem 2:3 in Wesel wieder deutlich verbessert gezeigt. Gerade in der zweiten Halbzeit haben wir den Ball gut am Boden gehalten, waren griffig in den Zweikämpfen. Da kann ich den Jungs gegen einen solch starken Gegner nur ein Lob aussprechen“, befand BWD-Interimscoach Steffen Schluse. Scherpenbergs Trainer Christian Mikolajczak meinte: „Wir haben vier sehr gute Chancen vergeben, dazu hatten wir in der zweiten Halbzeit im Mittelfeld irgendwie keinen Zugriff mehr auf den Gegner. Die Mannschaft hat gutes Potenzial, in der Hinrunde aber zu wenig Punkte geholt.“
SV Scherpenberg: van Dornick - Wastian, Abel, Schoof, Kapuscinski - Karaca, Akdeniz (65. Totaj) - Rieger (77. Sadiklar), Fuhrmann, Grillemeier - Blank.
Blau-Weiß Dingden: Schmitz - Valler, M. Leyking (71. Göring), R. Volmering, M. Volmering - Haffke (84. Hahm), Gurny, Beckmann, Hoffmann (65. Schneiders) - Sacko (89. Bender), Clasen (65. Bugla).


