Mit einer guten Portion Selbstvertrauen ist die Moerser Tennisprofispielerin Mina Hodzic noch im alten Jahr in die neue Toursaison gestartet. Die 22-Jährige gewann kurz vor Silvester das ITF-Turnier im südtürkischen Antalya, brachte somit immerhin 15 WTA-Punkte auf die Habenseite und schloss das Jahr 2024 auf Rang 453 ab. Das ist die besten Platzierung ihrer Laufbahn. Die für den Bundesliga-Meister TC Bredeney in Essen aufschlagende Hodzic brauchte in Antalya allerdings eine Menge Biss und Geduld.

Das Turnier war von schlechtem Wetter geprägt, so dass die Matches durchgängig unterbrochen wurden. Mit feuchten und schweren Bällen wurden die Ballwechsel naturgemäß langsamer. Für Mina Hodzic, die sehr gerne schnell spielt, waren dies keine guten Bedingungen. 

Mina Hodzic: Erst Antalya, dann geht es nach Portugal

Doch Hodzic steigerte sich von Spiel zu Spiel. Alexandra Pozarenko (3:6, 6:3, 6:4), Zdena Safarova (6:2, 1:6, 10:7) sowie die an Nummer 6 gesetzte Aya El Aouni aus Marokko (6:3, 6:1) wurden besiegt. Stark spielte Hodzic auch im Halbfinale gegen die Schweizerin Fiona Ganz (WTA 666) und siegte mit 6:1, 6:4. Im Endspiel gegen die 120 WTA-Plätze besser rangierende Sapfo Sakellaridi (WTA 349) aus Griechenland zeigte Hodzic sehr starke Aufschlagquoten von über 80 und 75 Prozent der gewonnen Punkte nach dem ersten Aufschlag in beiden Sätzen. Die Partie wurde bei 6:2, 4:2 zunächst mehrmals unterbrochen, ehe Sakellaridi das Match aufgab.

Ziel im neuen Jahr sind Starts bei den Grand-Slam-Turnieren. Um dort in die Qualifikation zu kommen, müsste schon eine Platzierung unter den besten 250 der WTA-Weltrangliste her. „Wir arbeiten daran. Mina ist voll fit und in einer guten Form“, sagt Trainerin und Mutter Zorana Hodzic. In Antalya wird Mina Hodzic im Januar noch zwei weitere ITF-Turniere bestreiten und dann vermutlich in Portugal weiterspielen.