Bei 35 Grad Celsius auf dem Kunstrasen an der Franzstraße versammelte Mohamed El Mimouni seine Landesliga-Fußballer erst einmal im Schatten. Die ersten 20 Minuten des Trainingsauftakts beim 1. FC Lintfort (sehen Sie dazu auch unser kurzes Video unten) begannen im Sitzen. Das weitgehend neu formierte Team verfolgte aufmerksam, wie der neue Cheftrainer seine verbalen und faktischen Leitplanken setzte. Pünktlichkeit und Respekt stellte El Mimouni in den Vordergrund. Aber auch den steten Blick nach vorn. Zwei nervende Saisons gegen den Abstieg spielten nur kurz eine Rolle, als der Coach betonte: „Ich will hier nicht um Platz 15 spielen.“

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1. FC Lintfort testet Simeon Louma vom FC Kray

Mit im Kreis des fast vollzähligen Teams - Mittelstürmer Carlos Pin (fehlte aus beruflichen Gründen) und Abwehrchef Rafael Vizuete Mora (noch im Urlaub) stoßen erst zum Wochenende dazu - saß auch auch Testspieler. Simeon Louma will es nach anderthalb Jahren Knieverletzungspause noch einmal wissen. Der 23-Jährige war zuletzt in der Spielzeit 2023/24 für den FC Kray unterwegs und hat 30 Oberliga-Spiele in seine Statistik gebracht. Dazu hat der Verteidiger für die U19 des MSV Duisburg in der Bundesliga gespielt.

Trainer Mohamed El Mimouni spricht zu seiner Mannschaft, die Spieler hören sich das grobe Konzept des Coaches an.
Trainer Mohamed El Mimouni spricht zu seiner Mannschaft, die Spieler hören sich das grobe Konzept des Coaches an.© FUNKE Foto Services | Markus Weißenfels

„Wir suchen ja noch in der Defensive eine Verstärkung. Vielleicht ist Simeon genau der Richtige“, hofft Leslie Rume. Ausführlich beobachten wird der Sportliche Leiter seinen Testkicker übrigens nicht. Der ehemalige Kapitän freut sich auf einen lange geplanten zweimonatigen Südamerika-Trip. Am Sonntag schon geht es nach Rio de Janeiro. So wird Leslie Rume auch den ersten Lintforter Test um 15 Uhr gegen den Bezirksligisten Mülheimer SV 07 verpassen.

1. FC Lintfort: Beim neuen Trainer steht der Ball im Vordergrund

Nach drei Trainingseinheiten geht es gegen den MSV vermutlich erst einmal darum, allen Akteuren eine erste Spielpraxis zu verschaffen. „Bei mir steht der Ball im Vordergrund. Die Vorbereitung ist dafür da, dass wir zum Saisonstart am 17. August fit sind. Dann sollten die Spieler in der Lage sein, an ihre Grenzen zu gehen“, betont Trainer Mohamed El Mimouni. Neben ihm stand übrigens in Robin van Radecke mit dem etablierten Marcin Baluch ein neuer Co-Trainer.

Start in eine neue sportliche Herausforderung: Cheftrainer Mohamed El Mimouni hat sich zum Trainingsauftakt das Heimdress des 1. FC Lintfort mit der Nummer 16 übergestreift.
Start in eine neue sportliche Herausforderung: Cheftrainer Mohamed El Mimouni hat sich zum Trainingsauftakt das Heimdress des 1. FC Lintfort mit der Nummer 16 übergestreift.© FUNKE Foto Services | Markus Weißenfels

Der Rechtsaußen muss nach einer Hüftoperation seit dreieinhalb Monaten mit Fußball aussetzen. „Ich habe meine Karriere aber noch nicht abgeschlossen“, betont der 28-jährige Angreifer, der bei der Feuerwehr in Ratingen arbeitet: „In der Winterpause werde ich es noch einmal aktiv versuchen.“ Mit van Radecke besäße Coach El Mimouni eine gute Alternative nicht nur für den Angriff. Van Radecke kann auch in der Defensive seinen Mann stehen.

1. FC Lintfort will in dieser Saison ein Sondertrikot rausbringen

Übrigens: Die Trikots aus der alten Saison in Rot-Blau und in Weiß werden noch eine weitere Saison getragen, ehe es neue Sätze geben wird. Eine neue Kollektion ist auf die Spielzeit 2026/27 verschoben. Allerdings ist aktuell ein Sondertrikot zum 75-jährigen Stadtjubiläum in Arbeit, wie Klubchef Kevin Hippert am Rande des Trainingsstart schon verraten hat. Vermutlich wird das Dress in einer bestimmten Stückzahl auch zum Verkauf für Fans angeboten.