Sieben Treffer in einem Fußball-Landesliga-Spiel des 1. FC Lintfort hat Seltenheitswert. Und ausgerechnet am Sonntagnachmittag musste Vereinschef Kevin Hippert wegen der eigenen Hochzeit passen. Das Team von Trainer Mohamed El Mimouni macht dem 1. Vorsitzenden mit einem satten 7:1 (2:0) beim schwachen PSV Lackhausen aber ein schönes Geschenk zum Freudentag. Mann des Nachmittags am Weseler Molkereiweg war der in der 62. Minute eingewechselte Andre Rieger. Der neue Außenstürmer aus Scherpenberg war binnen zehn Spielminuten an drei Lintforter Treffern beteiligt.
1. FC Lintfort profitiert in der ersten Halbzeit von groben PSV-Fehlern
Gegen eine vor allem defensiv ziemliche wackelige PSV-Mannschaft verdaddelte Lintfort in Halbzeit eins diverse Möglichkeiten fahrlässig - und führte trotzdem mit 2:0. Carlos Pin war Nutznießer eines Weseler Fehlpasses direkt vor dem Strafraum. Den Querpass vollstreckte Alfred Appiah zur Führung (19.). Ähnlich zufällig kam das 2:0 fast mit dem Pausenpfiff zustande. Einen Freistoß von Noah Andich von der rechten Strafraumkante leitete Carlos Pin auf den blank stehenden Marvin Ehis weiter. Der Sechser, bis dahin ziemlich neben den Schuhen, schob unbedrängt ins leere Tor ein. Wieder hatte die PSV-Defensive geschlafen.

Nach der Pause schien der Gastgeber aber noch einmal ins Match zu finden. Einen von Simeon Louma unnötig verursachten Freistoß köpfte Dustin Heveling zum 1:2 in die Maschen (62.). Trainer Mohamed El Mimouni konnte sich diesmal aber auf seine zündende Bank verlassen. Allen voran Außenstürmer Andre Rieger, der nach seiner Einwechslung binnen zehn Minuten an drei Toren beteiligt war.
1. FC Lintfort: Rieger legt zwei Tore auf und verwandelt einen Foulelfmeter
Das 3:1 durch Appiah legte er im Solo auf (67.), verwandelte den von Berkan Toptas an ihn verschuldeten Foulelfmeter selbst (71.) und legte im Konter für Carlos Pin zum 5:1 vor (77.). Danach demütigten Simon Schwarz per 25-Meter-Treffer in den rechten Winkel (88.) und Yassin Andich (89.) die Gastgeber noch zusätzlich.

„Meine Bank hat endlich gezündet“, lobte Trainer Mohamed El Mimouni nach dem Kantersieg: „Ich sehe da nicht nur Andre Rieger. Auch Simon Schwarz, Alex Maas, Yassin Andich und Furkan Baydar hatten ihre Anteile.“ Der Coach bleibt trotz des 7:1 geerdet: „Wir haben uns nun erst einmal ein wenig Vorsprung auf die Abstiegsplätze erarbeitet.“
1. FC Lintfort: Gutkowski - Louma (66. Baydar), Vizuete Mora, Hoffmeister, El Abdouni - Sall (62. Rieger), Ehis, N. Andich (62. Schwarz), Ngangjoh - Appiah (73. Maas), Pin (79. Y. Andich).


