Vier Tore, zwei Doppelpack-Schützen, da fällt es leicht, die Helden des Tages zu benennen. Oder, Mohamed El Mimouni? „Ich möchte heute vor allem Carlos Pin hervorheben, der seit Wochen Klasseleistungen zeigt“, sagte der Trainer des 1. FC Lintfort nach dem 4:1 (0:1)-Sieg über den SC Werden-Heidhausen. Der Stürmer des Fußball-Landesligisten ließ zwar selber ein paar Chancen zu einem Erfolgserlebnis aus, war aber an den Einschlägen seiner Kollegen Alfred Appiah und Abdoulaye Sall mit teils herausragender Vorarbeit beteiligt.
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Darüber, dass der Sieg über den Aufsteiger aus Essen am Ende hochverdient war, dürfte es keine zwei Meinungen geben. Aus Sicht der Gäste war der Auftritt an der Franzstraße ein Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs: Nach gutem Start gingen ihnen mehr und mehr die sprichwörtlichen Körner aus, so dass der FCL am Ende keine große Mühe hatte, die drei Punkte einzufahren.
Werden-Heidhausen geht durch Distanzschuss in Führung
Eine Halbzeit lang war es eine doch etwas zähe Angelegenheit, die sich dem Publikum bot. Das lag daran, dass Werden-Heidhausen es hier noch schaffte, mit äußerst intensiver Laufarbeit bei den offensiven Vorstößen der Hausherren immer irgendwie noch einen Fuß dazwischenzubekommen, was das Frustpotenzial bei Sall & Co. durchaus anwachsen ließ. Teilweise agierten die Essener tatsächlich mit der von Mohamed El Mimouni erwarteten Sechserkette in der Defensive. Nach vorn ging so nicht viel, aber es reichte für ein Tor: Tobias Jerghoff jagte den Ball nach 33 Minuten aus 20 Metern unhaltbar für Philipp Gutkowski in den rechten Winkel.

Die Botschaft des Trainers an sein Team in der Pause: bloß keine Panik, einfach dem Plan treu bleiben. Das klappte: Gegen mehr und mehr taumelnde Gäste gelang es nun immer besser, hinter die Kette zu kommen. Nach 55 Minuten spielte Carlos Pin auf Alfred Appiah, der nur noch ins leere Tor schieben musste. Zwölf Minuten später sorgte dasselbe Duo in vergleichbarer Konstellation für die Führung.
1. FC Lintfort – SC Werden-Heidhausen 4:1 (0:1)
1. FC Lintfort: Gutkowski – Haub (67. Louma), Vizuete Mora, Hoffmeister (76. Völkel), Baydar – El Abdouni, Riad (64. Andich), Ngangjoh, Sall (88. Hoenselaar) – Pin, Appiah (80. Ehis).
Werden-Heidhausen: Niehaus – Grünewald, Hetkamp, Konietzko, Thamm, Mertes (56. Werner) – Nava (74. Peyvandi), Jerghoff, Homberg (74. Karakas) – Roß (85. El Ouriachi), Richter.
Tore: 0:1 Jerghoff (33.), 1:1, 2:1 Appiah (55., 67.), 3:1, 4:1 Sall (79., 87.).
Schiedsrichter: Gruteser (Oberhausen).
Gelbe Karten: Appiah – Niehaus, Konietzko.
Zuschauer: 200.
Großes Aufbäumen war beim SC nicht zu erkennen; vielmehr blieben die Essener bei ihrer Defensivtaktik. Nach dem Appiah-Doppelpack war nun Kollege Sall treffsicher, der zunächst einen mustergültigen Angriff mit dem 3:1 abschloss (79.), ehe er nach starkem Doppelpass mit Pin für das Highlight des Tages sorgte und aus vollem Lauf den Deckel auf die Partie packte.



