Es herrscht pure Zufriedenheit: Die Verbandsliga-Handballer des SV Neukirchen haben im Abstiegskampf ganz wichtige Punkte eingefahren. Dabei standen die Blau-Gelben durchaus unter Druck. Denn die Konkurrenten TuS Lintfort und HSG Hiesfeld/Aldenrade II hatten zuvor jeweils Überraschungserfolge gefeiert. Der SVN war nun gefordert und meisterte seine Aufgabe im unmittelbaren Kellerduell bei der TSG Kirchhellen mit Bravour, gewann aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdient mit 29:26 (17:12).
SV Neukirchen kann sich auf seine mannschaftliche Geschlossenheit verlassen
Wichtig für die Gäste war, dass sie sich von Beginn an auf eine gute Emotionalität verlassen konnten. Das Team kämpfte aggressiv im Deckungsverband und profitierte in der Offensive von klaren Strukturen. Die Angriffe wurden klug und zielorientiert ausgespielt – Luca Böckel war für die einfachen Tore aus dem Rückraum zuständig. Es lief wie am Schnürchen, weshalb Trainer Björn Baar auch davon sprach, in Hälfte eins „mit das Beste der Saison“ gesehen zu haben.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie nochmals an Intensität zu. Kirchhellen legte Luca Böckel fortan an die Kette. Die Kontrahenten bekämpften sich nun auf gleichem Niveau. Es wurde spannend. Aber Neukirchen mobilisierte letzte Kräfte und trat entschlossen als eine Einheit auf. Kirchhellen schaltete in den letzten fünf Minuten sogar noch auf eine komplette Manndeckung um – Neukirchen wusste mit dieser Maßnahme jedoch umzugehen. „Wir haben den Sieg irgendwie über die Zeit gerettet“, freute sich Björn Baar. „Die zwei Punkte sind für uns extrem wichtig.“
SVN: Böckel 10, Bryja 7, Kaplanek 3/3, S. von Zabiensky 3, Toschki 2, Bartnik 2, Drymalla 2.
Neuigkeiten aus der Verbandsliga
Übrigens: Schwerer Rückschlag für die HSG Wesel im Titelkampf. Der Verein bekommt den Sieg gegen den Alstadener TuS aus dem vergangenen Dezember wieder aberkannt. Der Grund: HSG-Routinier Björn Fehlemann, der kurzfristig aus der Reserve für die Begegnung nominiert worden war, um auszuhelfen, sei nicht spielberechtigt gewesen. Wesel will die „Dinge“ aber nochmals final klären lassen. Bliebe es aber bei dieser Entscheidung, so könnte die HSG Wesel ihre Aufstiegsträume wohl begraben.
MB


