Der verdiente Heimsieg im Kellerduell machte am Sonntagabend im Enni-Sportpark Rheinkamp nicht nur die knapp 400 anwesenden Zuschauer froh. Auch die Zweitliga-Volleyballer des Moerser SC, seit gut einer Woche nach dem 1:3 beim TSV Giesen II sportlich abgestiegen, zeigten gegen den Tabellenvorletzten Münster Volleys beim 3:0 (25:18, 25:22, 25:21) über 85 Spielminuten eine gute Partie.
Für den Moerser SC ist Platz elf immer noch möglich
Mit dem Dreier ist in den beiden finalen Matches auch noch Rang elf in der Tabelle möglich. Der könnte vielleicht eine Rettung durch die Hintertür sein, sollte widererwartend ein Konkurrent die Lizenz für die neue Saison im Bundesliga-Unterhaus nicht wahrnehmen wollen. „Die Hoffnung darauf ist vage. Wir planen damit, in der Dritten Liga spielen zu müssen“, so MSC-Vereinschef Guido Lohmann.

Ohne den erkrankten Mittelblocker Luis Bartsch übten die Gastgeber über drei Sätze konstant Druck auf den Gegner aus. Das fruchtete. „Wir sind auch dran geblieben, wenn wir mal eine Führung verspielt haben. Alle sind mit einem guten Gefühl aus der Partie. Auch die Zuschauer. Die haben gespürt, dass die Mannschaft etwas zurückgeben wollte“, so Trainer Martin Schattenberg, der seine Start-Sechs nebst Libero Andre Illmer diesmal durchspielen ließ.
Beim Moerser SC verdient sich Zuspieler Nico Haug die Bestnote
Die Bestnote aus Trainersicht verdiente sich Zuspieler Nico Haug. „Der auffälligste Spieler auf dem Feld war allerdings Diagonalspieler Jakub Petras“, befand Coach Schattenberg. Hinterher bekam jedoch Sohnemann Lukas Schattenberg von Münsters Spielertrainer Friederich Nagel die Gold-Stimme. „Lukas macht meist keine spektakulären Sachen, dafür aber auch kaum grobe Fehler“, erklärte Martin Schattenberg die Auszeichnung zum „Spieler des Abends“.
Saisonfinale für Moerser SC: Erst Kieler TV, dann noch zu VV Humann Essen
Am kommenden Samstag (19.30 Uhr) steigt schon das letzte Saisonheimspiel in Rheinkamp gegen den Kieler TV. Zum Abschluss der Zweitliga-Spielzeit geht es am Samstag, 21. März, um 19.30 Uhr noch zu VV Humann Essen in die Wolfskuhle. „Wir wollen zwei Siege holen und dann sehen, ob es für uns noch etwas gebracht hat“, so Trainer Martin Schattenberg.
MSC-Start-Sechs: Scarpi, Ihde, Haug, L. Schattenberg, Petras, Broshog; Libero: Illmer - eingewechselt: keiner.


