Die Luft ist raus – zumindest im Tabellenkeller. Schon seit längerem steht fest: In der 2. Handball-Bundesliga der Frauen wird es keinen Absteiger geben. Der TuS Lintfort nimmt den „geschenkten Klassenerhalt“ wie berichtet dankend an, hat jetzt aber bis zum Saisonfinale am 30. Mai noch sieben Freundschaftsspiele zu absolvieren. Das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein tritt am kommenden Samstag um 18 Uhr beim VfL Waiblingen an.
Auch der VfL Waiblingen steckt in der Krise, ist seit sieben Spieltagen ohne Sieg
Beim TuS Lintfort drängt sich eine Frage immer wieder in den Vordergrund: Wird die Mannschaft in der laufenden Saison überhaupt noch ein Spiel gewinnen? Das Restprogramm des Vereins vom linken Niederrhein ist knackig und eine der wenigen Möglichkeiten bietet sich womöglich nun in der Kreisstadt des Rems-Murr-Kreises. Der Grund des leichten Optimismus liegt allerdings schon etwas länger zurück, ist genauer genommen auf den 15. November 2025 datiert, als der TuS Lintfort seinen bislang letzten doppelten Punktgewinn feierte – bekanntermaßen gegen die damals zahnlosen „Tigers“ aus Waiblingen. Mittlerweile ist eine komplette Halbserie ins Land gezogen und der TuS Lintfort holte in den erfolglosen Monaten nur ein mageres Pünktchen gegen den Bergischen HC.

Ich für meinen Teil möchte nach wie vor den maximal möglichen Erfolg erreichen.
Bettina Grenz-Klein, TuS-Trainerin
„Man kann den restlichen Saisonverlauf nun von zwei Seiten betrachten. Zum einen ist der Druck, die Abstiegsangst weg und zum anderen geht es um nichts mehr“, betont Bettina Grenz-Klein. „Ich für meinen Teil möchte nach wie vor den maximal möglichen Erfolg erreichen.“ Inwieweit die TuS-Spielerinnen ihrer Trainerin folgen werden, wird sich noch zeigen. Fakt ist aber: Lintfort hat sich zuletzt im Heimspiel gegen den SV Werder Bremen trotz einer 32:37-Niederlage in stark verbesserter Form präsentiert. Im Angriff waren es vor allem die beiden agilen Rückraumspielerinnen Svenja Rottwinkel (neun Tore) und Vakare Damuleviciute (acht Treffer), die mit Entschlossenheit und Torgefahr glänzten.

„Ich hoffe natürlich auf ein erfolgreiches Spiel“, ergänzt Bettina Grenz-Klein, die allerdings mit ihren Schützlingen eine gut 450 Kilometer lange Anreise nach Baden-Württemberg in den Großraum Stuttgart zuvor bewältigen muss. „Ich bin gespannt, ob wir die gute Leistung aus dem Bremen-Spiel wiederholen können. Es waren wirklich zahlreiche prima Ansätze – insbesondere die ordentliche Trefferquote hat mir gefallen.“ Der TuS Lintfort wird aller Voraussicht nach mit einem kompletten Aufgebot anreisen, einzig der Einsatz von Linksaußen Sydney Lupisella ist fraglich.
So geht es weiter: Der TuS Lintfort empfängt am Sonntag, 26. April, zu einem Kräftemessen mit einem regionalen Charakter, den HSV Solingen-Gräfrath. Der Anwurf in der Eyller-Sporthalle ertönt dann um 16 Uhr.


