Standesgemäß, mal wieder! Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort bleiben in der Erfolglosigkeit stecken, kommen in ihrer Entwicklung keinen Schritt voran. Stattdessen jede Woche dieselbe Leier. Das Team von Trainerin Bettina Grenz-Klein tritt zunächst mutig und couragiert in Erscheinung, allerdings nur bis zu einem Zeitpunkt, an dem dann urplötzlich alle Dämme brechen. So geschehen auch im Heimspiel gegen den HSV Solingen-Gräfrath. Der TuS Lintfort unterlag vor heimischer Kulisse den Gästen aus der Klingenstadt am Ende deutlich mit 24:32 (13:11).
TuS Lintfort am Sonntag in Leverkusen
Im drittletzten Auswärtsspiel der Saison tritt der TuS Lintfort am kommenden Sonntag um 16 Uhr im Kellerduell beim TSV Bayer Leverkusen an. Das nächste Heimspiel steigt für die Mannschaft von Trainerin Bettina Grenz-Klein am 9. Mai um 17.30 Uhr in der Eyller Sporthalle gegen den ESV Regensburg.
Der TuS Lintfort steckt tief in der Erfolglosigkeit fest
Den Auftritt der TuS-Spielerinnen in Abschnitt eins gilt es positiv zu bewerten. Der Einsatz in der Defensive war richtig gut. Die Mannschaft funktionierte als Kollektiv. Und auch die einzelnen Zweikampfwerte stimmten. Torfrau Anita Polackova hatte etliche starke Momente. Der Offensivaustritt war hingegen zunächst etwas holprig. Bettina Grenz-Klein wechselte frühzeitig ihr Personal, brachte mit Eva Manthei, Insa Weisz und Femke Kleijkers gleich drei frische Kräfte. Lintfort war dem Favoriten aus Solingen fortan ein ebenbürtiger Gegner, erspielte sich sogar kurz vor der Halbzeit leichte Vorteile. Solingen blieb in Durchgang eins vieles schuldig, wurde dem Anspruch einer Spitzenmannschaft nicht gerecht. Der Gast enttäuschte bis zur Pausensirene, offenbarte da auch zu viele Defizite in der Offensive.

Lintfort baute kurz nach dem Seitenwechsel seinen Vorsprung sogar auf 15:11 aus. Aber damit war die Herrlichkeit auch beendet. Jetzt trat genau die altbekannte Situation ein, dass die TuS-Spielerinnen von jetzt auf gleich sämtliche Kontrolle im Spiel abgeben. Im Angriff flattern die Nerven – Bälle fanden aufgrund einer schwachen Passqualität nicht den gewünschten Adressaten, die Trefferquote rasselte rapide in den Keller. Die Mannschaft ergab sich in ihr Schicksal, verlor in der Folgezeit zudem die Stabilität in der Defensive.

Es war ganz bestimmt nicht die Stärke der Solinger Mannschaft, sondern die krassen Aussetzer des TuS Lintfort, die letztlich dazu führten, dass die Gäste einen leichten und lockeren 8:0-Lauf auf die „Platte“ legten und vorentscheidend von 14:17 auf 22:17 (45.) davonzogen. Die Messe war gelesen, auch wenn der TuS Lintfort in der Schlussviertelstunde wieder mitspielen durfte. „Schade, dass sich meine Spielerinnen für gute dreißig Spielminuten nicht besser belohnen“, sagte TuS-Trainerin Bettina Grenz-Klein nach Spielende: „Später sind leider wieder alle Dämme gebrochen. Wir schaffen es einfach nicht, Spiele enger zu gestalten.“ Der letzte Tabellenplatz scheint damit weiter zementiert.
TuS Lintfort: Senanur Gün, Anita Polackova, Neele Brandt – Alea Mattig 2, Nathalie Corsten, Insa Weisz 1, Lynn Broders, Jana Willing 2, Rieke Rosner 1, Sydney Lupisella 1, Yara Vlaswinkel, Femke Kleijkers 2, Svenja Rottwinkel 7/5, Eva Manthei 4, Leonie Udaw 4.


