Der fröhliche Tanz in den Mai stand schon auf dem Plan. Zehn Minuten vor dem Ende des Spiels gegen den VfB Speldorf deutete beim Fußball-Landesligisten SV Budberg eine Menge darauf hin, dass die Tabellenführung mit einem Heimsieg untermauert werden könnte. Doch die Gäste aus Mülheim machten dem SVB einen dicken Strich durch die Rechnung. Mit einem starken Endspurt erkämpften sie noch ein 4:4 (1:2)-Remis, das aus Sicht der Hausherren naturgemäß die Aussichten auf den möglichen Oberliga-Aufstieg wieder deutlich verschlechterte.
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Am Dienstagabend hatten die Budberger im Anschluss an ihre Trainingseinheit noch gemeinsam das Champions-League-Spektakel zwischen Paris Saint-Germain und dem FC Bayern München angeschaut. Dass nun im vom Wochenende vorgezogenen Spiel gegen Speldorf ein ähnlicher Torreigen stattfinden könnte, hatte SVB-Trainer Tim Wilke sicher nicht eingeplant – und schon gar nicht derart viele Gegentreffer. Die am Sonntag beim 3:0-Sieg im Topspiel beim ESC Rellinghausen noch so sattelfeste Defensive hatte einen eher mäßigen Abend erwischt.
Egging und Hahn drehen das Spiel
Ein Indiz dafür: Nach 16 Minuten kamen die Speldorfer durch Yassin Merzagua zum Führungstreffer. Für den SVB war dies im Kalenderjahr 2026 erst der zweite Gegentreffer vor der Pause. Den ersten hatte es am 15. März im Spiel beim FC Kray gegeben, in dem aus dem 0:1-Rückstand aber noch ein 2:1-Sieg wurde. Auch diesmal sah es so aus, als könnten die Schwarz-Weißen die Partie komplett ins Positive drehen. Ole Egging köpfte nach einer Ecke zum Ausgleich ein (27.), Lennart Hahn schloss vier Minuten vor der Pause einen Konter zum Pausenstand ab. „Die ersten 20 Minuten gingen klar an Speldorf, weil wir nie den Zugriff gefunden haben“, so Tim Wilke. Weil die dann vorgenommenen Umstellungen aber fruchteten, sah er die Gäste als „mit dem 2:1 gut bedient“ an.
Nach dem Wechsel ging es äußerst munter weiter. Felix Weyhofen erhöhte auf 3:1 (51.), VfB-Torjäger Bradley Asoh brachte sein Team wieder heran (63.). Als dann aber SVB-Kapitän Moritz Paul seinen 35. Saisontreffer erzielte, war die Hoffnung groß, dass damit der Deckel auf dem Match sein könnte. War er aber nicht, weil die Speldorfer unbedingt etwas mitnehmen wollten. Gästecoach Martin Hauffe wechselte Destine Onyemere ein, der nur vier Minuten später den erneuten Anschluss herstellte (84.). Die Mülheimer ließen nicht locker und schafften durch Merzagua noch den umjubelten Ausgleich (88.).
„Was uns grundsätzlich gefehlt hat, speziell nach dem 4:2 und ab Minute 80, war die defensive Ordnung vor allem in der Mittelfeldreihe und da vor allem außen“, analysierte Tim Wilke die Vorgänge mit ein bisschen zeitlichem Abstand. Individuelle Unsauberkeiten und auch viel Nervosität erkannte er gerade in der Schlussphase: „Es war keine Aufmerksamkeit für das große Ganze mehr da.“
SVB: Anders – Eckhardt, Beerenberg, Laurin Severith, Terfloth (74. Mordt) – Hahn, Felix Weyhofen (86. Twardzik), Hochbaum (74. Vana) – Nowak (86. Jansen), Paul, Egging.



