Einen Titel hat Sven Schützek schon mal sicher. In einem Beitrag für die Essener Redaktion dieser Mediengruppe hat Raphael Steinmetz, Ex-Profi und Spielmacher beim in der Rückrunde so böse abgestürzten Herbstmeister VfB Bottrop, seine „Top-Elf“ der Fußball-Landesliga, Gruppe 2, gewählt – inklusive „Trainer der Saison“. Und da entschied sich der künftige Spielertrainer des Bezirksligisten SuS 21 Oberhausen eben für Sven Schützek, der bekanntlich in der Hinrunde nach der Trennung von Christian Mikolajczak zunächst nur als Interimslösung das Traineramt beim SV Scherpenberg übernahm, diesen aber dann kontiniuierlich nach oben führte, ehe nun vier Runden vor Schluss der Aufstieg in die Oberliga in greifbarer Nähe ist.
Auch interessant
Es ist freilich eine Binsenweisheit: Der wirkliche Trainer der Saison wird am Ende derjenige sein, der nach dem letzten Spieltag ganz oben steht. Davon sind die Moerser eben noch vier Spiele und im Optimalfall vier Siege entfernt, dann gibt es keinen Zweifel mehr am Meisterstück. Die erste Hürde auf diesem Endspurt gilt es am Freitagabend zu nehmen, wenn der SVS um 19.30 Uhr bei der DJK Sportfreunde Katernberg zu Gast ist. Nun stellt sich die tabellarische Situation ja so dar, dass selbst bei einer Niederlage im finalen Viererpack immer noch der Aufstieg fix ist, wenn der Rest erfolgreich gestaltet wird. „Das Schlimme ist: Das weiß die Mannschaft auch“, sagt Sven Schützek.
Mir wäre es lieber, wir hätten den Druck, alles gewinnen zu müssen. Da wäre ich mir sicher, dass wir es schaffen.
Sven Schützek, SVS-Trainer
Es kommt nicht überraschend, dass der Coach dieses vermeintliche Ruhekissen eher als problematisch einstuft. „Mir wäre es lieber, wir hätten den Druck, alles gewinnen zu müssen. Da wäre ich mir sicher, dass wir es schaffen“, so Schützek. Für ihn wird es also darauf ankommen, seinen Spielern die Gedanken an jedes Netz und jeden doppelten Boden auszutreiben, damit sie beim Vorjahresaufsteiger aus dem Essener Nordosten ihre bestmögliche Performance abliefern und nach Möglichkeit keine Zweifel an ihrer Aufstiegsbereitschaft aufkommen lassen.
Mögliche Stolpersteine
In den vergangenen Wochen galt Katernberg als der kantigste aller möglichen Stolpersteine im SVS-Restprogramm. Dass neun Tage später daheim gegen Schlusslicht Rhenania Bottrop nichts außer drei Punkten zählt, liegt bei allem Respekt auf der Hand. Das dann folgende Gastspiel beim VfB Bottrop mit Schützek-Fan Raphael Steinmetz mutet inzwischen wieder etwas schwieriger an, nachdem der Ex-Aufstiegsaspirant seine schwarze Serie hinter sich gelassen hat. Bleibt der finale Gang gegen den aktuell in Abstiegsnöten befindlichen PSV Lackhausen, bei dem sich vermutlich beide Seiten wünschen, dass der jeweilige Gegner seine Angelegenheiten bis dahin zum Positiven geregelt hat.
Auch interessant
Katernberg, nach starker Zwischenrunde zwischenzeitlich ein wenig ins Trudeln geraten, hat sich zumindest daheim zuletzt mit zwei Siegen gegen den Mülheimer FC 97 (6:2) und die Sportfreunde Niederwenigern (5:4) wieder stabilisiert, darf also keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden. Für Sven Schützek wird es vor allem darauf ankommen, eine personelle Lücke passend zu stopfen. Baha Arslanboga – übrigens der einzige von Raphael Steinmetz für seine Top-Elf nominierte SVS-Spieler – holte sich beim 2:1 im Derby gegen den 1. FC Lintfort seine zehnte gelbe Karte ab und wird damit fehlen. Möglich, dass Robin Fuhrmann für ihn in die Startelf rückt. Bruder Bugra Arslanboga steht übrigens bei vier Verwarnungen und würde sich eine fünfte naturgemäß gern bis Saisonende aufsparen. Max Abel ist wieder im Training, dürfte aber noch nicht wieder gleich zu Beginn auf dem Platz stehen.
Noch eine Personalie: Nick Noah Redam hat nun ebenfalls für die kommende Saison in Scherpenberg verlängert.




