Titelverteidiger SV Budberg glänzte beim Kreispokalfinaltag durch Abwesenheit. Trainer Tim Wilke ärgerte sich nach dem 3:1 bei der SG Schönebeck am vergangenen Sonntag immer noch ein wenig über die 1:3-Viertelfinalniederlage gegen den später zurückgezogenen Fußball-Landesligisten GSV Moers. Dass die Budberger am Vatertag auf der Platzanlage des 1. FC Lintfort trotzdem jubelten, lag an den Fußballfrauen. Das Niederrheinliga-Team von Trainer Daniel Peetz ließ gegen den Bezirksliga-Meister FC Neukirchen-Vluyn nichts anbrennen und siegte im Kreispokalendspiel verdient mit 6:1 (3:0).
FC Neukirchen-Vluyn wird ein Foulelfmeter versagt
Dabei war der Außenseiter durchaus mit Plan gestartet: Ohne Ball immer wenn möglich einen gewissen Druck auf die Budberger Defensive ausüben. Das klappte bisweilen. Pech für das Team von Trainer Daniel Haak: Nach einem Tritt in die Haken von Cindy Böhme im SVB-Strafraum blieb der folgerichtige Foulelfmeterpfiff von Referee Bastiaan Leenders (Alemannia Kamp) aus. Es war die einzige Fehlentscheidung in einem fairen Treffen.

Das stand es allerdings schon 0:1 aus Sicht des FCNV. Laura Rekus köpfte eine weite Linksflanke von Weronika Rekus schon in der siebten Minute unhaltbar in die Maschen. Die 25-jährige Mittelfeldspielerin war ohnehin die Akteurin der ersten Halbzeit. Beim 2:0 (27.) wurde Rekus von Carolin Jöns im Strafraum bedient. Und auch beim 3:0 (42.), wieder durch Laura Rekus, war die Neukirchener Abwehr nicht im Bilde. Dazu gab es noch einen Pfostentreffer bei einer Jöns-Ecke und einen Lattenstreifer von Annika Michel, auf der rechten Budberger Angriffsseite ein klarer Aktivposten.
Ela Erol erzielt das Ehrentor für den FC Neukirchen-Vluyn
Wirklich Spannung kam nach der Pause nicht mehr auf. Annika Michel verwertete eine Vorlage von Weronika Rekus zum 4:0 (59.). Dann war Laura Rekus nach Steckpass von Lara Schieberle wieder dran (70.). Die eingewechselte Hejin Salman Farmo stellte nach Rekus-Querpass auf 6:0 (72.), ehe Neukirchen zum verdienten Ehrentor kam. Nach einem Abwehrpatzer vollstreckte Ela Erol per Flachschuss (76.).

„Wir waren aktiv und griffig. Das hat mir gut gefallen. Vielleicht können wir aus dem Pokalsieg noch etwas für die Abstiegskampf aus der Niederrheinliga ziehen“, betonte Budbergs Trainer Daniel Peetz. Sein Neukirchener Kollege Daniel Haak musste neidlos gratulieren: „Wir haben alles gegeben, waren aber vielleicht in der ersten Halbzeit zu vorsichtig. Der Zwei-Klassen-Unterschied war schon zu sehen.“
Große Spannung im Finale der Alten Herren: FC Neukirchen-Vluyn jubelt am Ende
Pech für den FCNV: In der 65. Minute musste Jana Nawrath mit einer Fußknöchelverletzung vorzeitig vom Platz.
FC Neukirchen-Vluyn: Matschnigg - Simbeck, Thiene, Kellermann, Henrichs - Böhme, Albrecht, Guerch (64. Dakaj), Nawrath (65. Dettloff) - Erol, Growe (64. Pötschke).
SV Budberg: Linkenbach - Mispelkamp (79. Geiling), Schieberle, Nordsieck, Nießing (46. Heinen) - W. Rekus, Jöns (65. Salman Farmo), Engeln (89. Souang), L. Rekus - Rasel (65. Nünning), Michel.
FC Neukirchen-Vluyn jubelt bei den Alten Herren
Bei den Alten Herren lieferten sich der FC Neukirchen-Vluyn und der SSV Lüttingen ein spannendes Finale. Der FCNV konnte seine 2:1-Halbzeitführung nicht ins Ziel bringen, jubelte aber im Elfmeterschießen. Christoph Borth verwandelte den dritten FCNV-Matchball mit einem Treffer unter die Querlatte zum 7:6 (2:2, 2:1), nachdem zuvor Guido Szutarski und Timo Frankenbusch die Entscheidung für Neukirchen hatten liegen lassen.
Das Spiel um Platz drei und damit das FVN-Pokalticket ging an den Rumelner TV mit einem 5:2 (1:1, 1:0) nach Elfmeterschießen über Viktoria Alpen.


