Der TuS Lintfort ist den hohen Ansprüchen über eine lange Handball-Verbandsliga-Saison 2025/26 einfach nicht gerecht geworden. Weder die Aufstiegseuphorie, noch die eigentlich solide Kampfkraft waren letztendlich ausreichend und konnten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es dem abgeschlagenen Tabellenschlusslicht nach einem „Katastrophen-Jahr“ massiv an Qualität gefehlt hat. Doch der Verein ist noch lange nicht abgestiegen. Die Klosterstädter bekommen tatsächlich ihre zweite Chance, über den Umweg der Relegation eventuell doch noch den Klassenerhalt zu feiern.

TuS Lintfort will ein „Katastrophen-Jahr dennoch positiv beenden

Der TuS Lintfort muss sich zunächst einmal in einer Dreiergruppe beweisen, um sich somit eine gute Ausgangsposition zu verschaffen. Los geht es am Pfingstmontag. Die Klosterstädter empfangen um 18 Uhr in der Eyller Sporthalle die Reserve des TSV Aufderhöhe. Bereits am Donnerstag, 28. Mai, geht es weiter: Das Auswärtsspiel bei Schwarz-Rot Aachen wird um 20 Uhr angepfiffen. Am darauffolgenden Samstag um 14 Uhr kommt es dann zum direkten Aufeinandertreffen der beiden TuS-Gegner.

Ist am Pfingstmontag beim TuS Lintfort dabei: Jannik Nederkorn.
Ist am Pfingstmontag beim TuS Lintfort dabei: Jannik Nederkorn.© TuS Lintfort | Michael Gorke

Ganz wichtig ist, dass der TuS Lintfort für die Abstiegsrelegation auf Jannik Nederkorn und Niklas König zurückgreifen kann. Für die beiden Haupttorschützen sollte eigentlich am vergangenen Wochenende nach dem Saisonfinale gegen Alstaden „Schluss“ sein. Bekanntlich steht der Wechsel zum Verbandsligisten TV Kapellen an. Doch die Rückraum-Asse gaben ihre Zusagen, für die anstehende Relegation weiterhin im TuS-Trikot alles zu geben.

Den TuS Lintfort verlassen zwei weitere Stammkräfte

Mittlerweile ist auch raus, dass zwei weitere TuS-Spieler künftig nicht mehr zur Verfügung stehen: Insbesondere Yannik te Morsche ist ein großer Verlust. Der 26-jährige Linkshänder im rechten Rückraum hört auf, nimmt sich nach Aussage des Vereins eine „Auszeit“ aufgrund von privaten Gründen. Auch Kreisläufer Christian Kuznitius geht, sucht demnächst beim Regionsoberligisten TV Kapellen II eine neue Herausforderung.

Wechselt vom TuS Lintfort zum TV Kapellen II: Christian Kuznitius.
Wechselt vom TuS Lintfort zum TV Kapellen II: Christian Kuznitius.© TuS Lintfort | Michael Gorke

„Ich bin recht zuversichtlich“, betont TuS-Kapitän Sebastian Küpper: „Aber wir kennen die Mannschaft aus Aufderhöhe überhaupt nicht. Wir sollten deswegen unser ‚Ding‘ spielen und weniger auf den Gegner schauen.“ Der TuS Lintfort benötigt in erster Linie eine stabile Deckung, mit ausgeprägter Kampfkraft und der dazugehörigen Laufbereitschaft. Auch die Torhüter müssen ihren Beitrag leisten. Aber der TuS Lintfort braucht zudem massive Durchschlagskraft in der Offensive. Niklas König, Jannik Nederkorn und Yannik te Morsche müssen wie gewohnt die Hauptlast tragen. „Wir haben zuletzt gegen Alstaden eine runde Offensivleistung abgeliefert“, ergänzt Sebastian Küpper. „Es war ein insgesamt befreiter Auftritt. Diese Lockerheit benötigen wir auch am Pfingstmontag.“

Sitzt hier schon verletzt auf der Bank beim TuS Lintfort: Tom Richardt.
Sitzt hier schon verletzt auf der Bank beim TuS Lintfort: Tom Richardt.© TuS Lintfort | Michael Gorke

Der TuS Lintfort tritt ohne Tom Richardt an. Der Linksaußen laboriert an einer schmerzhaften Verletzung am Meniskus. Eine Knie-Operation wird demnächst folgen. Christian Kuznitius fehlt wegen eines Urlaubs.