Das Wichtigste vorab: Die Lücke ist geflickt. Am Donnerstagnachmittag rückte die zuständige Firma auf der Platzanlage des SV Budberg an und verlegte an jener Stelle im Strafraum, die am vergangenen Wochenende zum Stein des Anstoßes geworden war, das fehlende Stück Kunstrasen. Die „Baustelle“ darf bis Freitagabend nicht bespielt werden, steht aber rechtzeitig wieder zur Verfügung, wenn die Budberger Landesligakicker am Sonntag um 15 Uhr dort auf den VfL Rhede treffen.
Keine Frage, Tim Wilke wird froh sein, dass die Partie planmäßig über die Bühne gehen kann. Doch der Trainer des vor Wochenfrist entthronten Spitzenreiters der Gruppe 1 will seine eigene Mannschaft in diesem Zusammenhang gar nicht zu sehr in den Fokus stellen. „Wir haben hier von Samstagmorgen bis Sonntagabend 14 Heimspiele aller möglichen Mannschaften“, gibt Wilke zu bedenken. Auf den Naturrasen nebenan kann bekanntlich nicht ausgewichen werden, weil sich dort die Maulwürfe tummeln. So wird die herausragende Jugendarbeit des Vereins fast schon zum Fluch der guten Tat, wenn es nicht möglich ist, allen kickenden Mitgliedern gerecht werden zu können.
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Zurück zum Sport: Da hat es der Ex-Erste mit dem neuen Letzten zu tun. Die Gäste aus dem Münsterland, die in sieben Spielen bisher sieglos blieben und drei Punkte auf dem Konto haben, sind in der Vorwoche ans Tabellenende gerutscht. Es liegt in der Natur der Sache, dass Tim Wilke daraus keinen Freifahrtschein zum Sieg für sein Team ableiten will – nicht nur, weil Aufsteiger VfL ein schon recht hartes Auftaktprogramm in einer zudem sehr ausgeglichenen Staffel zu absolvieren hatte. Auch der eigene Auftritt blieb zuletzt hinter den Erwartungen zurück. „Schlampigkeit und Schludrigkeit“ machte der Coach auch in der Nachbetrachtung als Gründe dafür aus, dass es im Derby beim 1. FC Lintfort eine letztlich verdiente 1:3-Niederlage setzte. Diese widrigen Eigenschaften müssen zwingend abgelegt werden, um gegen eine „brutal junge Mannschaft“ keine böse Überraschung zu erleben.
Viel weiß Tim Wilke über den erstmals überhaupt an der Rheinkamper Straße gastierenden VfL nicht zu sagen. „Ich kenne die Mannschaft nicht, nur ihren Trainer“, sagt er augenzwinkernd. Mit seinem Kollegen Niklas Schemmer steht er nämlich seit Saisonbeginn in regem Austausch, weil dieser immer eine Woche später auf den vorherigen SVB-Gegner traf.
Personell gibt es eine Änderung, die kein Geheimnis ist: Jeremy Umberg ersetzt den rotgesperrten Fynn Eckhardt. Weitere mögliche Änderungen will sich Tim Wilke bis Sonntag noch durch den Kopf gehen lassen. Was auf jeden Fall neu ist: die frisch gelieferten Trikots in strahlendem Weiß. So soll sich nach dem Spiel auch die Heimweste weiterhin präsentieren.
T. K.



