Nach 34 Spielminuten war es soweit. Tim Wilke betrat den Rasen des Sportparks an der Rheinkamper Straße und nahm seinen Platz in der Formation des SV Budberg ein. Es war freilich nicht sein eigenes Landesliga-Team, in dem der 51-Jährige als Spieler aushelfen musste. Vielmehr feierte der SVB-Coach sein Comeback als Aktiver in der „Vierten“ bei deren Kreisliga-C-Kick gegen Concordia Rheinberg II. Er hätte diesen Einsatz allerdings gern bei besserer Stimmung absolviert. Unmittelbar vorher hatten die Budberger nämlich eine unerwartete 1:2 (0:2)-Heimpleite gegen das zuvor sieglose Schlusslicht VfL Rhede kassiert.
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Angesichts der kurzen Zeit zwischen dem einen Ab- und dem anderen Anpfiff blieb für ein ausführliches Resümee kaum Zeit. So viel stand für Tim Wilke allerdings nach 95 absolvierten Minuten aber fest: „Der Höhenflug ist vorbei!“ Die Enttäuschung saß tief nach der zweiten Niederlage in Folge, die naturgemäß noch überraschender kam als das 1:3 in der Vorwoche beim Derby in Lintfort. Apropos: FCL-Sportchef Leslie Rume schaute sich zusammen mit Kapitän Rafael Vizuete Mora und Torhüter Jan Roolfs den kommenden Freitaggegner Rhede an und wird Trainer Meik Bodden zweifellos einige wertvolle Erkenntnisse mitbringen.
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Dazu gehört: Der Aufsteiger aus dem Münsterland lässt sich so einfach den Schneid nicht abkaufen. 20 Minuten lang deutete nichts darauf hin, dass der VfL einen Coup beim Rheinberger Spitzenteam landen könnte. „Wir haben sehr gut angefangen“, fand auch Tim Wilke. Vor allem Oliver Nowak war auf der rechten Angriffsseite extrem umtriebig. Nur Zählbares sprang dabei halt nicht heraus. Rhede mag davon ein bisschen beeindruckt gewesen sein, hielt dem Druck aber Stand und kam nach einer halben Stunde selbst besser in die Partie. Als ein Konter in der 35. Minute die Führung durch den frei im Budberger Strafraum auftauchenden Qwenn Landzaat brachte, schauten alle, die es mit den Hausherren hielten, leicht verdutzt aus der Wäsche. Noch schlimmer: Sechs Minuten später konnte sich Leon Franken auf der linken Angriffsseite durchtanken und ohne viel Gegenwehr zum 0:2 ins lange Eck schießen.

Als praktisch exakt dasselbe Tor aus derselben Position sieben Minuten nach Wiederbeginn fiel und erneut der Mann mit der Nummer 11 – in diesem Fall Felix Weyhofen – traf, schien das als Signal für eine Aufholjagd nach Budberger Schema zu taugen. Der Schein trog. Was folgte, war fast eine ganze Halbzeit ohne wirkliche Höhepunkte. Auch die eingewechselten Noah Karschti und Jannis Kipouros setzten keine neuen Akzente. So jubelte der Gast – so wie es vorher zuletzt an dieser Stelle am 19. April der PSV Lackhausen mit einem 1:0-Sieg tat. Kurios: Damals wie heute stand bei den Gästen Linksverteidiger Marvin Nunnendorf auf dem Platz. Der im Sommer nach Rhede gewechselte Youngster mit dem roten Haarschopf könnte sich zum neuen persönlichen Angstgegner des SVB entwickeln...
SVB: Anders – Mordt, Reitemeier (78. Kipouros), Severith (46. Beerenberg), Umberg – Nowak (78. Karschti), Egging, Hochbaum (86. Häselhoff), Hahn, Weyhofen – Paul.




