Auf dem Papier hat der Moerser SC in der 3. Volleyball-Liga West mit zwei Siegen einen guten Start hingelegt. Das verdient Wertschätzung. Auf der anderen Seite haben die beiden Erfolge gegen TK Hannover und bei Bremen 1860 mit jeweils 3:2 nicht die volle Punktzahl erbracht. Natürlich ist es noch sehr früh in der Saison, um daraus schon etwas abzuleiten. Trainer Thomaz Santos formuliert die Zielsetzung vor dem Heimspiel am Samstag (19.30 Uhr, Enni-Sportpark) gegen Aufsteiger VSG Ammerland lieber so: „Wir haben natürlich Rückenwind, wollen aber mal über ein gesamtes Match das Potenzial entfalten, was in der Mannschaft steckt.“

Moerser SC hat auf der Mittelblockerposition weiter einen kleinen Engpass

Die Berg- und Talauftritte bislang ließen immer auch den Gegner ins Spiel zurück. Das könnte auf Dauer die Ambitionen gefährden, an der Spitze mitzumischen und möglichst umgehend in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Auf der Mittelblockerposition bleibt es Samstag beim kleinen Engpass: Luis Bartsch wird wegen einer Handverletzung weiter ausfallen, Junior Tobias Tanneberger ist noch gesperrt, so dass Tim Broshog und Mats Herbe eine Start- und Durchspielgarantie besitzen.

Beim Moerser SC bekommt Felix Jost seinen ersten Drittliga-Einsatz

Durchaus bemerkenswert: In Bremen am vergangenen Sonntag verschaffte Coach Santos auch seinem Youngster Felix Jost gegen Ende des starken ersten Satzes auf der Libero-Position für Kapitän Andre Illmer einige Bälle. Das Talent vom TV Hürth wird in der nächsten Woche gerade einmal 17 Jahre alt.

Die Samstagsgäste aus dem Oldenburger Land reisen durchaus motiviert nach Moers. Gegen Schlusslicht PTSV Aachen gelang kürzlich nach zwei Niederlagen mit 3:1 der erste Saisonsieg. miry