Zusammenfassung
- Der Luftschifflauf am 4. Oktober in Mülheim bietet Läufern die Gelegenheit, auf der flachen und geraden Start- und Landebahn des Flughafens Essen/Mülheim zu laufen – mit Zieleinlauf im Luftschiffhangar.
- Das Laufevent umfasst fünf Strecken für alle Altersgruppen, darunter eine 10-km-Strecke, die als eine der schnellsten in NRW gilt und Bestenlisten-tauglich ist.
- Die Organisatoren vom Marathon Triathlon Mülheim e.V. sprechen von einem einzigartigen Event, das sie als neues Highlight im Sportkalender der Stadt etablieren wollen.
„Das wird ein Lauf mit Herzblut – von Läufern für Läufer“, verspricht Jörg Neuheuser vom e.V. Marathon und Triathlon Mülheim. „Und das vor dieser Kulisse. Es wird großartig.“ Sein Verein organisiert am 4. Oktober dieses Jahres einen neuen Lauf in Mülheim: den „Luftschifflauf“.
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Läuferinnen und Läufer dürfen dabei Runden auf der extra dafür gesperrten Start- und Landebahn des Flughafens Essen/Mülheim drehen. Zieleinlauf ist der namensgebende Luftschiffhangar auf dem Areal. „Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster: Das ist europaweit einzigartig“, so der Vereinsvorsitzende.
Neue Laufveranstaltung in Mülheim: Lauf von Sportlern für Sportler
So ganz richtig ist das nicht. Es finden sich auf dem Kontinent noch so einige Läufe auf Flughäfen. Ob aber auch, wie in Mülheim, irgendwo ein Luftschiff samt Hangar die Hintergrundkulisse bildet, lässt sich schon eher bezweifeln.
Fünf unterschiedliche Strecken für alle Altersgruppen hat das Organisationsteam von Marathon und Triathlon Mülheim beim Luftschifflauf im Angebot. Deren Höhepunkt sind die zehn Kilometer – oder: viermal über das Flughafengelände, das perfekte 2,5-Kilometer-Runden bietet. Insgesamt dürfen 1.000 Teilnehmer an den Start gehen.

„Was wir hier haben ist eine der schnellsten Strecken in NRW, vielleicht in Deutschland“, schwärmt Marcus Kintzel, Geschäftsführer des Vereins. „Es gibt nichts Flacheres als eine Start- und Landebahn. Zum Zeitpunkt des Starts wird die Strecke vom DLV vermessen sein, sie ist als Bestenlisten-fähig.“ Dementsprechend erwarten die Organisatoren nicht nur Breitensportler, sondern auch einige Top-Läufer.
Luftschifflauf Mülheim: Genehmigungen für Flugverkehrs-Stopp waren erforderlich
Die Ursprungsidee zum Lauf über den Flughafen Essen/Mülheim hatte das Unternehmen WDL, das dort den Luftschiffverkehr betreibt. Es schrieb einen Auftrag zur Organisation aus, neben dem Marathon und Triathlon Mülheim e.V. hätten sich noch drei Wettbewerber gemeldet. „Uns zeichnet aber aus, dass wir alle auf der ganzen Welt schon Sportveranstaltungen organisiert und selbst teilgenommen haben“, meint Jörg Neuheuser, warum der Verein den Zuschlag erhielt.
Kintzel ergänzt: „Es ist ein Riesenunterschied, ob Event-Agenturen so etwas machen oder hier Sportler stehen, die andere Sportler unterstützen und nah an ihnen dran sind.“ Alle Beteiligten des Vereins würden ehrenamtlich arbeiten. Zudem werde die Hälfte der Einnahmen aus den Anmeldegebühren im Anschluss gespendet.

Natürlich habe aber auch der Verein alle Aufgaben des Veranstaltungsmanagement zu bewerkstelligen. Angefangen bei den nötigen – und schwierig zu bekommenden – Genehmigungen. Die musste unter anderem das Regierungspräsidium in Düsseldorf erteilen, damit ab dem Nachmittag des 4. Oktobers der Flugverkehr auf Essen/Mülheim eingestellt wird.
Laufen in Mülheim: Luftschifflauf soll zukünftig jährlich stattfinden
Lise Emmendörfer, die mit ihrem Mann Janik zusammen eine der Hauptverantwortlichen im Verein für die Organisation des Luftschifflaufs ist: „Es waren noch nicht alle Formalitäten geklärt, da haben wir uns schon ans Marketing gemacht und alle Kommunikationskanäle geschaltet. Es wird auch eine coole After-Party hier im Hangar geben.“

Das Marketing hat gewirkt – der Lauf ist voll, keine Anmeldungen mehr möglich. Alle, die die Teilnahme jetzt verpasst haben, dürfen sich aber Hoffnung für die Zukunft machen. Der Verein Marathon und Triathlon Mülheim wolle den Luftschifflauf als neues Highlight im Jahreskalender der Sportveranstaltungen in der Stadt etablieren. Auch, weil unter anderem sein einst beliebtes Event der Rennbahn-Crosslauf nicht mehr stattfindet. Vom Erfolg des Luftschifflauf ist Geschäftsführer Kintzel jetzt schon überzeugt: „Wenn von offizieller Seite nichts dazwischen kommt, wollen wir ihn 2026 und fortlaufend wieder organisieren.“



