Als sich Anil Yildirim den Ball zum Elfmeter zurechtlegte, schien Fatihspor Mülheim im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga A gegen den TuS Mündelheim doch noch einmal mit einem blauen Auge davonzukommen. Das 3:3-Unentschieden hätte dem Spitzenreiter sein Vier-Punkte-Polster bewahrt. Es passte aber zum Spiel des Tabellenersten, dass der beste Torjäger der Liga seinen 38. Saisontreffer verpasste und beim Strafstoß an TuS-Keeper Olca Varal scheiterte.
Durch die 2:3-Niederlage wird es im Rennen um den Aufstieg in die Bezirksliga nun noch einmal richtig spannend, da die Duisburger den Rückstand auf einen Punkt verkürzt haben, auch der TuSpo Saarn ist nach seinem 5:0 gegen den Duisburger SV 1900 II und nun drei Zählern Rückstand wieder im Geschäft.
Fatihspor-Coach bleibt bei seinem Mantra: „Jedes Spiel ist ein Endspiel“
„Die können feiern wie sie wollen, aber am Ende werden wir hier aufsteigen“, schrie Fatihspor-Stürmer Tunahan Askar nach dem Schlusspfiff immer wieder angriffslustig über den Platz – doch niemand ging auf die unnötigen Provokationen ein. Während am anderen Platzende die Duisburger ihren Big Point bejubelten, lagen bei den Mülheimern spürbar die Nerven blank.
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„Wir müssen jetzt gucken, dass wir die Moral der Jungs wieder hochhalten. Wir hatten heute die Chance, auf sieben Punkte wegzuziehen, jetzt ist es einer. Aber ich habe immer gesagt: Jedes Spiel ist ein Endspiel und wir müssen weiter unsere Hausaufgaben machen“, meinte Trainer Erol Kücükarslan.
Mülheimer haben das Spitzenspiel verdient verloren
Dass seine Elf dieses Spitzenspiel unter dem Strich verdient verloren hatte, konnte auch der Trainer nicht leugnen. „In der ersten Halbzeit waren wir gar nicht auf dem Platz, haben die Zweikämpfe nicht angenommen und waren weit weg von den Leuten“, haderte der Coach. Woran es lag? „Die Jungs waren eigentlich heiß in den Trainingseinheiten, aber manchmal hat man dann so Spiele, da sind die Beine dann schwer wie Blei“, meinte der Coach.

Er stellte nach der Pause um und beorderte Anil Yildirim in die Sturmspitze, während Mervan Aydin mehr über den Flügel kam. Zunächst aber traf Mündelheim nach einer Ecke. „Das Tor hat uns dann ein bisschen wachgerüttelt“, meinte Kücükarslan. Ein haarsträubender Abwehrfehler führte aber zum 0:2.
Moreira und Aydin gleichen zwischenzeitlich aus - doch Mündelheim schlägt zurück
Immerhin: Sein Team kam zurück. Erst traf der eingewechselte Wilson Moreira, dann Mervan Aydin zum 2:2. Ein Unentschieden hätte Fatihspor gereicht, um zumindest die vier Punkte Vorsprung zu behalten. „Aber wir marschieren weiter nach vorne, wollen immer mehr“, meinte der Coach hinterher. Ein weiterer böser Abwehrfehler ermöglichte stattdessen Mündelheim das 2:3. Der Schlusspunkt per verwandeltem Elfmeter blieb aus.

„Man muss auch mit solchen Niederlagen umgehen“, meinte Erol Kücükarslan. Seine Mannschaft bleibt weiterhin in der Pole-Position im Rennen um den Aufstieg.
16:0! Gegner der Fatihspor-Zweiten gibt vorzeitig auf
Vor dem Spitzenspiel der A-Liga bestritt die zweite Mannschaft von Fatihspor ihr Heimspiel gegen den Platznachbarn vom Dümptener TV II. Mit 16:0 führte der Tabellenzweite, als die ohnehin nur als Neunermannschaft auflaufenden Dümptener das ungleiche Duell vorzeitig beendeten. Alleine Mahmut Duran hatte zu diesem Zeitpunkt fünfmal für Fatihspor getroffen, Muhammed Ali Terzi und Mattias Reiter jeweils viermal.




