Das erleichterte Aufatmen aller Uhlenhorster war im gesamten Mülheimer Waldstadion zu hören, als die letzte Ecke des Clubs an der Alster aus Hamburg 16 Sekunden vor dem Ende des ersten Play-off-Spiels des HTCU nicht ihr Ziel fand. Kein später Gegentreffer, stattdessen das Penaltyschießen, in dem alle fünf Mülheimer die Nerven bewahrten und ihre Mannschaft damit zum 5:3-Sieger machten.
Der HTCU fährt also mit einer 1:0-Führung in der Best-of-three-Serie nach Hamburg, wo er am kommenden Samstag bereits alles klar machen kann. Sollte Alster gewinnen, geht es an gleicher Stelle am Sonntag in ein entscheidendes drittes Spiel.
Welche Befürchtung von Trainer Stralkowski tatsächlich eintraf
Die Art und Weise, wie der Sieg zustande gekommen war, konnte den Uhlenhorstern am Ende herzlich egal sein. „Das haben wir auch vorher gesagt: Egal wie, Hauptsache wir gehen 1:0 in Führung“, sagte ein erleichterter Trainer Thilo Stralkowski nach dem erfolgreichen Shootout.
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Dennoch war eine Befürchtung des Trainers eingetreten. „Ich wusste, dass wir am Anfang total dominant sein werden“, sagte Stralkowski, der Coach hatte aber auch befürchtet, dass sich sein Team dafür nicht gleich belohnen würde. So war es auch. Der HTCU begann stark, konnte aber insbesondere im zweiten Viertel bei etlichen Fehlpässen und Stockfehlern nicht ganz daran anknüpfen. „Dann ist es in so einem engen Spiel klar: Wenn der Gegner weiter drin ist im Spiel, wird er auch seine Chancen bekommen.“
Alle fünf Schützen treffen: Starkes Penaltyschießen des HTCU
Die hatte Alster dann auch, mit dem Höhepunkt der letzten Ecke 16 Sekunden vor dem Ende. „Ich fand uns heute über weite Strecken besser und das macht Mut, die Serie auch in zwei Spielen zu beenden“, meinte der Coach.

Wie seine Mannschaft das Penaltyschießen für sich entschied, war nach den durchwachsenen Schlussminuten durchaus beeindruckend. „Das ist natürlich umso schöner, dass wir das mit allen fünf Schützen so hinbekommen haben, das war schon astrein“, meinte auch Rückkehrer Timm Herzbruch.
In Hamburg muss offensiv wieder der Knoten platzen
Jetzt soll in Hamburg nach drei Spielen ohne eigenen Treffer in der regulären Spielzeit auch offensiv wieder ein Stück weit der Knoten platzen. „Sonst machen wir es eben wieder im Penaltyschießen“, schmunzelte Herzbruch.

Am Sonntag haben die Mülheimer frei, auch am Montag steht die Regeneration im Fokus. Am Dienstag steht ein normales Training auf dem Programm, Mittwoch etwas dosierter und am Donnerstag das Abschlusstraining. Und das alles wieder mit dem kompletten Kader. Denn auch Moritz Ludwig ist nach längerer Pause wieder eingestiegen. Für das erste Spiel reichte es noch nicht, in Hamburg soll der Nationalspieler aber wieder mit dabei sein. Dafür fehlt am Samstag Max Godau wegen der Hochzeit seines Bruders.
Der mögliche Halbfinalgegner der Uhlenhorster könnte im Übrigen Rot-Weiss Köln werden. Der Hauptrundenzweite gewann sein erstes Viertelfinale beim UHC Hamburg mit 3:1.





