Die U17 von Rot Weiß Oberhausen kassierte am Samstag seine erste Niederlage der Hauptrunde in der DFB-Nachwuchsliga. Das 0:4 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt war insgesamt eine verdiente Niederlage, die Kleeblätter ließen in der Anfangsphase jedoch eine Reihe Chancen liegen, das Spiel in eine andere Richtung zu lenken und hätte auch keinesfalls so hoch verlieren müssen.
Dabei schien eigentlich bei den Hessen der Wurm drin zu sein. Wegen einer Vollsperrung auf der Autobahn verzögerte sich die Anreise der Frankfurter und damit auch der Anstoß zum Topspiel. Doch scheinbar hatte die Eintracht im Stau stehend genügend Zeit sich etwas Besonderes einfallen zu lassen und vom Anstoß weg kombinierten sie sich gut vors Tor, Fynn Wündisch musste den Ball über die Latte lenken. Danach war RWO jedoch erst einmal die bessere Mannschaft, vor allem mit den besseren Möglichkeiten. „Wir müssen 3:0 führen“, ärgerte sich Trainer Ken Asaeda. Denn bis zur 30. Minute war es regelmäßig brandgefährlich vor dem Tor von Eintracht Schnapper Hannes Georg.
RWO-U17 lässt in der Anfangsphase drei Großchancen ungenutzt
Vedad Jaresevic flankte nach acht Minuten auf den zweiten Pfosten und der alleingelassene Arda Asil musste hier das 1:0 erzielen. Seine Direktabnahme wenige Meter vor dem Tor flog jedoch klar übers Gehäuse. Asil war es auch zehn Minuten später mit der nächsten Chance zur Führung. Plötzlich mit viel Freiraum beschenkt dribbelte er an die Strafraumkante und zog nach innen. Dem Schuss fehlte die letzte Entschlossenheit, Georg lenkte die Kugel an den Pfosten. Die dritte große Gelegenheit bereitete Asil vor. Einen Steckpass erlief sich Louis Wechter vor dem herauseilenden Georg, doch statt den Strafstoß einzufädeln legte er den Ball vorbei und ins Toraus.
Diese Abgezocktheit hatte Tarik Boujataoui in der 35. Minute. Einen gechippten Pass erreichte er vor Osadolor Nwarimoya, spitzelte ihn auch noch an Michel Kasche vorbei und nahm den Kontakt zum Strafstoß dankend an. Josef Haßfeld ließ sich nicht bitten und verlud Wündisch zur Führung. Frankfurt war ab der 30. Minute ohnehin besser im Spiel, die Führung hatte sich angedeutet. Sie pressten früh und gut und „bei zweiten Bällen waren wir immer einen Schritt zu spät.“
In Halbzeit zwei schrauben die Frankfurter das Ergebnis in die Höhe
Asaeda reagierte zur Pause und nahm Yannik Krippel und Asil vom Feld. Zumindest Leart Luma machte seinen Job ordentlich, ansonsten kam zu wenig von der Bank. Frankfurt blieb schwer zu greifen, trieb das Positionsspiel selbst im eigenen Sechszehner und damit hier und da auch auf die Spitze. Bis Luca Seitz in der 64. Minute die Nase voll hatte und humorlos und kraftvoll Wündisch aus 18 Metern keine Chance ließ. Das 0:3 durch Boujataoui (71.) und das 0:4 durch Haßfeld (75.) fielen zu einfach, da hatte RWO Mut und Selbstvertrauen längst verlassen. So auch bei der einzigen Konterchance, als Wechter die Flankenmöglichkeit verschleppte.
In den verbliebenen drei Partien, in Münster, Düsseldorf und zum Abschluss gegen Arminia Bielefeld haben sie die Chance es wieder besser zu machen und den Platz an der Sonne zu verteidigen.


