Ist in der Fußball-Kreisliga A die Vorentscheidung im Kampf um die Meisterschaft gefallen? Im Spitzenspiel setzte sich die zweite Mannschaft von Sterkrade-Nord gegen den bisherigen Tabellenführer 1. FC Hirschkamp mit 2:1 (1:0) durch und schob sich damit an den Hirschen vorbei - Platz eins! Damit haben die Jungs von Dustin Vogt den Aufstieg in die Bezirksliga weiterhin selbst in der Hand. „Wir gratulieren Sterkrade-Nord zum Sieg“, zeigte sich Hirschkamps sportlicher Leiter Ahmed Mohamad nach dem Match als fairer Verlierer. „Am Ende zählen die drei Punkte und nicht, wer die bessere Mannschaft war.“ Nord-Coach Vogt fand: „Das war ein echtes Top-Spiel auf Augenhöhe. Wir hatten den glücklicheren Tag.“
Die Nordler erwischten den besseren Start und gingen früh durch einen Torwartfehler von Kai Hanysek in Führung: Moritz Neukirch bedankte sich nach nicht einmal einer Viertelstunde. „Der Führungstreffer hat uns Mut gegeben“, bilanzierte Vogt, der danach eine ausgeglichene erste Halbzeit sah. Nach dem Pausentee gaben allerdings die Hirsche den Ton an. „Man muss ehrlich sagen, dass Hirschkamp in der zweiten Halbzeit viel besser war und ordentlich Druck ausgeübt hat“, so Vogt. „Allerdings haben wir auch bärenstark verteidigt und nicht viel zugelassen.“ Das musste auch Mohamad anerkennen, der aber in erster Linie mit seiner Offensivabteilung in die Kritik ging: „Da kam letztlich viel zu wenig. Das war, gerade in so einem Spiel, enttäuschend.“
Drin oder nicht: Treffer von Tom Mattern sorgt für Diskussionen
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Zudem musste Mohamad anerkennen: „Nord war brutal effektiv.“ Damit meinte er auch das 2:0 für die Hausherren, das allerdings ein Geschmäckle hat: Denn der Kopfball von Tom Mattern wurde von der Linie gekratzt - ob davor oder dahinter ist auch in diversen Internetstreams nicht genau zu erkennen. „Mir haben viele Leute gesagt, dass der Ball nicht drin war“, so Mohamad. Linienrichter Andreas Lissok hob jedoch die Fahne und gab den Treffer. „Wenn man weiß, dass es in der Vergangenheit schon unglückliche Momente mit Herrn Lissok gab, ist das natürlich umso bitterer“, fand Mohamad. Vogt zu der Szene: „Ich konnte nicht erkennen, ob der Ball hinter der Linie war. Das war eine 50:50-Geschichte. Aber als die Fahne hoch ging, haben wir uns natürlich gefreut.“
Dennoch: Die Hirsche ließen nicht nach und kamen durch Galed Mohamad tatsächlich zum Anschlusstreffer - allerdings zu spät. „Mit dem Abpfiff haben bei uns natürlich die Korken geknallt, weil wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten“, so Vogt, der vom Aufstieg jedoch noch nichts wissen will. „Wir haben noch drei Spiele. Ich denke jetzt erst einmal an den BVO in der kommenden Woche.“



