Mit stehenden Ovationen wurden die New Basket Oberhausen beim erfolgreichen Heimauftakt gegen TuS Lichterfelde die letzte Minute vor und noch viele nach der Schlusssirene gefeiert. Mit 82:53 (46:23) war der erste Sieg im zweiten Spiel der Saison nicht nur verdient, sondern auch richtig deutlich. NBO startete nicht nur mit Jarla Müller, Lily Wilke, Sarah Talon, Pauline Teßmer und Maja Manten, sondern auch mit Livemusik in die Partie. Die Band „Golana“, im Rahmen der Kampagne „Vielfalt ist meine Heimat“, sorgten während des Spiels und der Pausen für Stimmung und trugen ihren Teil dazu bei, dass die Halle Ost auch in diesem Jahr wieder ein Vorteil für NBO sein dürfte.

Wer aktuell, egal in welcher Halle, ein Vorteil für die Mannschaft von Nicole Telke ist, ist Manten. Die Centerin klaute sich dafür beispielhaft zum 12:4 den Ball und vollstreckte mit ganz viel Kontakt, so dass die Berlinerinnen dringend die erste Auszeit benötigten. Die schaffte aber nur bedingt Abhilfe, die starke Talon erhöhte mit einem sehenswerten Treffer samt Foulpfiff auf 18:6 und erstickte die Bemühungen der Gäste im Keim.

New Baskets Oberhausen feiern einen gelungenen Saisonauftakt

Maja Manten war super effizient und hat sich wohl gefühlt in der Rolle

Nicole Telke, NBO-Trainerin

„Sie war super effizient und hat sich wohl gefühlt in der Rolle“, lobt Telke. Selbst wenn der folgende Freiwurf nicht drin war, NBO ließ den Fuß auf dem Gas und ging zum Viertelende mit 31:15 in Front. „Dass das nicht das ganze Spiel so weiter geht, war klar“, ordnete Helge Eggers nach Spielschluss ein. Er komplettierte an diesem Spieltag durchaus überraschend das Trainerteam aus Telke und Frauenbasketball-Legende Marlies Askamp und sah wie NBO nur einmal den Ball abgab und 50 Prozent der Würfe aus der Distanz durch die Reuse schickte.

Der Start ins zweite Viertel war dann allerdings deutlich abgekühlter. NBO fehlte Talon in der Phase offensiv merklich, doch auch Lichterfelde kam gegen die umtriebige und sehr agile NBO-Verteidigung nur zu drei Punkten in den ersten drei Minuten. Dann löste Müller mit einem wichtigen Dreier den Knoten. Nach Mantens Offensivrebound und Treffer zum 39:21 musste Lichterfelde erneut zur Auszeit greifen. Als danach dann allerdings auch Wilke, sich das zweite offensive Brett in Folge schnappte und auf Teßmer zum 43:22 legte, kam die Halbzeit für die Gäste keine Minute zu früh.

„Nach der Auszeit haben wir uns daran erinnert, was wir können“

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Denn das dritte Viertel sollte auch in diesem Spiel wieder zur Bewährungsprobe für NBO werden. Mit 10:2 kamen die Berlinerinnen aus der Kabine und verkürzten nach etwas mehr als zwei Minuten auf nur noch 15 Punkte Rückstand. Nun nahm Telke die Auszeit und wie schon vor dem Seitenwechsel war es erneut Teßmer, die sich immer wieder durchbiss und gegen die Körperlichkeit wehrte. „Wir hatten einen super Start und haben im zweiten Viertel schon ein bisschen Federn gelassen. Im dritten hatten wir Probleme mit der aggressiven Verteidigung. Nach der Auszeit haben wir uns daran erinnert, was wir können“, findet Telke. Es blieb offensiv lange holprig, bis Wilke aus der Distanz zum 61:42 die endgültige Entscheidung erzielen sollte.

Denn während bei den Berlinerinnen nun sukzessive die Köpfe sanken, blieben die New Baskets auf dem Sprung in den Passwegen für einfache Ballgewinne (insgesamt starke 17) und Körbe. Mit 17:7 gingen die letzten zehn Minuten wieder deutlich an NBO, die mit dem klaren Sieg ein deutliches Zeichen setzen. Weiter geht es jetzt schon am kommenden Samstag mit einem Heimspiel, wenn die AstroStars aus Bochum zur zweiten Pokalrunde zu Gast sind.

NBO: Müller (10), Wilke (6), Talon (19), Teßmer (15), Manten (24); Reinike (5), Antwerpen, Hülsmann, Krocker (3), Kluss, Biegierz.