Nach der ersten Saisonniederlage hat das Kunstturnteam Oberhausen im TC 69 die angepeilte Reaktion gezeigt. Am vierten Wettkampftag gewannen die Schmachtendorfer in der 3. Liga (Nord) in der heimischen Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule gegen den TuS Leopoldshöhe mit 45:32 und feierten damit den dritten Saisonsieg. „Es gab Höhen und Tiefen. Am Ende sieht das Ergebnis deutlicher aus, als es tatsächlich war“, bilanzierte Mannschaftskapitän Matthias Steinkamp.

Während am Boden das KTTO mit 12:7, darunter zehn Punkte dank der Übung von Klaas-Jan Zwolsmann, der allerdings auch von einem dicken Patzer seines Konkurrenten profitierte, die Oberhand behielt, erlaubten sich die Oberhausener im Anschluss am Pferd und an den Ringen erneut zu viele Fehler. 5:8 und 3:11 hieß es da aus Sicht des KTTO, welches somit mit einem 20:26-Rückstand in die Pause ging. „Das Potenzial ist immer da. Aber man merkt dem Team an, dass es älter geworden ist. Das betrifft nicht das Alter an sich, sondern das die Turner beruflich oder mit Blick aufs Studium zuletzt sehr viel Arbeit haben und so eben nicht immer die Zeit haben, sich perfekt auf den jeweiligen Wettkampf vorzubereiten“, erklärt Steinkamp.

Am Reck zeigt das Kunstturnteam Oberhausen seine ganze Klasse

Auch interessant

Letztlich durften die heimischen Fans, die ihre Mannschaft einmal mehr bis zum Schluss lautstark anfeuerten, aber den verdienten Sieg bejubeln. Denn nach den Erfolgen beim Sprung (7:3) und am Barren (7:3) zeigten die Schmachtendorfer gerade am Reck (11:0) ihre ganze Klasse. „Wir freuen uns über den Erfolg, ärgern uns aber auch über die zwei verlorenen Geräte. Hier müssen wir für die kommenden Wettkämpfe schauen, ob wir nicht taktisch etwas verändern, damit uns das in diesem Ausmaß nicht mehr passiert“, so Steinkamp, der mit seinem Team in der Tabelle auf Platz drei rangiert.

Am kommenden Samstag (12 Uhr) geht es für das KTTO nach Grünstadt zur TG Pfalz. „Der Gegner hat dann sicherlich den Vorteil, dass er keine längere Autofahrt in den Knochen hat“, berichtet Steinkamp, der die TG Pfalz zwar am Boden und an den Ringen stärker einschätzt, aber trotzdem mit einem klaren Ziel die Auswärtsfahrt antritt: „Wir wollen gewinnen, keine Frage.“

Boden: Nusret Becirovic D-Note 2,8/Endwert 10,85/ Score 2; Michael Donsbach 3,2/10,70/0; Moses Guthke 2,7/10,85/0; Klaas-Jan Zwolsman 4,4/12,30/10.
Pferd: Matthias Steinkamp 1,9/9,05/0; Nusret Becirovic 2,8/9,00/0; Luca Scheper 3,0/10,45/0; Clemens Deelmann 3,1/10,95/5.
Ringe: Klaas-Jan Zwolsman 3,1/11,45/3; Jan Hegewald 2,8/10,20/0; Nusret Becirovic 2,0/9,50/0; Moses Guthke 1,5/8,70/0.
Sprung: Michael Donsbach 2,8/11,65/0; Alexander Goßrau 2,8/11,60/1; Moses Guthke 3,6/11,60/1; Luca Scheper 4,4/12,50/5.
Barren: Alexander Goßrau 3,0/11,30/3; Nusret Becirovic 2,8/10,60/0; Klaas-Jan Zwolsman 3,0/11,70/4; Matthias Steinkamp 2,2/11,30/0.
Reck: Paul Schneimann 1,9/10,60/1; Matthias Steinkamp 2,4/10,80/1; Alexander Goßrau 2,8/11,60/4; Luca Scheper 4,3/12,60/5.