Zwischen Oberhausen und der paraguayischen Hauptstadt Asunción liegen etwa 10.600 Kilometer. Was die beiden Städte zuletzt miteinander verbunden hat? Insgesamt vier Spieler der Klosterhardt Eagles nahmen vor wenigen Tagen an der Inlinehockey-Weltmeisterschaft im Rahmen der World Skate Games in Paraguay teil – mit durchaus respektablen Erfolgen.

Die World Skate Games sind gewissermaßen die Olympischen Spiele der Rollsportarten. Die Spiele werden alle zwei Jahre ausgetragen, und in diesem Jahr fanden sie in der Hauptstadt Paraguays, Asunción, statt. Neben Sportarten wie unter anderem Rollkunstlauf, Skateboarding, Speedskating oder Skate Cross gehörte auch Inlinehockey zum Programm. Und hierbei stellten die Klosterhardt Eagles, die Inlinehockey-Mannschaft der DJK Arminia Klosterhardt, gleich vier Spieler ab.

Vier Klosterhardt Eagles bei der Inlinehockey-WM in Paraguay

Klosterhardt Eagles
Fynn Schultz war bei der Inlinehockey-WM in Paraguay Teil der deutschen U19-Auswahl.© Privat | Privat

Fynn Schultz war Teil der deutschen U19-Auswahl, während Dominick Thum, Paul Fiedler und Vincent Robach zum Aufgebot der deutschen Herren-Nationalmannschaft gehörten. Dominick Thum trug bei der WM sogar das „C“ des Mannschaftskapitäns auf der Brust. „Für mich war es eine große Ehre, Deutschland bei einer WM zu vertreten und das Team als Kapitän anzuführen. Das bedeutet mir sehr viel und macht mich stolz“, so Thum (vier Tore, zwei Vorlagen im Turnierverlauf), der auch bei den Klosterhardt Eagles zu den Aktivposten zählt. Das Gleiche gilt für Vincent Robach und Paul Fiedler. Letzterer wurde mit insgesamt elf Punkten aus acht Spielen (fünf Tore, sechs Vorlagen) zweitbester Scorer des deutschen Teams, während Vincent Robach auf einen Treffer und zwei Beihilfen kam.

Sportlich beendete die Mannschaft das Turnier auf Platz neun und sicherte sich somit den President’s Cup – den Titel der Platzierungsrunde. Um ein Haar wäre die Mannschaft von Trainer Morgan Svensson und Co-Trainer Christian Mader sogar ins Viertelfinale eingezogen. Kurz vor dem Ende verspielte das deutsche Team jedoch gegen das Top-Team aus Italien noch eine 3:1-Führung und hatte am Ende mit 3:4 nach Verlängerung das Nachsehen. „Wir haben gezeigt, dass wir die Top-Nationen ärgern können. Daher können wir mit dem neunten Platz sehr zufrieden sein“, zog Dominick Thum eine positive Bilanz des Turniers, in dem er mit seinem Team nur zwei Spiele verlor: das Auftaktspiel gegen Russland (0:2) sowie eben jenes Achtelfinale gegen Italien. Weltmeister wurde Frankreich vor Tschechien und den USA.

Fynn Schultz: „Das ist bislang der Höhepunkt meiner Laufbahn“

Für mich war es eine große Ehre, Deutschland bei einer WM zu vertreten und das Team als Kapitän anzuführen. Das bedeutet mir sehr viel und macht mich stolz.

Dominick Thum, Mannschaftskapitän

Fynn Schultz von der U19 war bereits vor dem Abflug voller Vorfreude: „Ich kann es kaum erwarten, zu spielen. Das ist bislang der Höhepunkt meiner Laufbahn.“ Das Turnier verlief insgesamt jedoch etwas unglücklich. Nach makelloser Vorrunde mit Siegen gegen Indien, Argentinien und Korea kam es im Sechzehntelfinale zum Duell mit der Slowakei. Trotz ansprechender Leistung hieß es am Ende 1:6 gegen den späteren Halbfinalisten. In der anschließenden Platzierungsrunde um den President’s Cup schien dann ein wenig die Luft raus zu sein, denn es folgten drei knappe Niederlagen gegen Neuseeland, Kanada und Brasilien – jeweils mit einem Tor Unterschied. Am Ende bedeutete dies Platz 16. Den Titel sicherte sich Italien vor Frankreich und Spanien.

Auch wenn es für die beiden deutschen Teams kein Edelmetall gab, dürfte die Teilnahme an den World Skate Games in Paraguay unter anderem für die Spieler der Eagles eine unvergessliche Erfahrung bleiben.