Dank eines 4:1 (1:1)-Erfolgs bei Oberligist SSVg Velbert hat Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen das Viertelfinale im Niederrheinpokal erreicht. Mann des Abends in der IMS Arena vor 900 Zuschauern war aus Kleeblatt-Sicht Angreifer Timur Kesim, der mit einem Doppelpack seine Mannschaft letztlich auf die Siegerstraße brachte. „Wir sind sehr glücklich über das Erreichen der nächsten Runde, weil das für den Verein sportlich und finanziell ein sehr wichtiger Wettbewerb ist. Ich finde, dass wir eine gute Herangehensweise und viel Kontrolle über das Spiel hatten. Wir haben zwar insgesamt nicht so viel zugelassen. Aber, die Chancen, die Velbert hatte, waren Hochkaräter. Wir wissen alle, wie solche Pokalspiele laufen können. Umso glücklicher sind wir darüber, dass wir das bis zum Ende durchgezogen haben“, bilanzierte RWO-Trainer Sebastian Gunkel.

Im Vergleich zur 1:3-Niederlage vergangenes Wochenende gegen die Sportfreunde Siegen kehrten die wieder genesenen Nico Klaß und Pierre Fassnacht in die Anfangsformation zurück, die zusammen mit Simon Ludwig die Dreierkette bildeten. Während sich somit Kerem Yalcin neben Luca Schlax wieder auf seiner angestammten Position auf der Doppelsechs wiederfand standen auch Denis Donkor und Joel Vega Zambrano in der Startelf. Max Meyer musste derweil aufgrund von Schambeinproblemen passen.

Timur Kesim bringt RWO in Führung, doch Velbert gelingt der Ausgleich

Nach einer ereignisarmen Anfangsphase waren es die Gäste, die den ersten gefährlichen Abschluss der Partie verzeichnen konnten. Nach Doppelpass zwischen Schlax und Timur Kesim landete die Kugel bei Nils Winter auf der rechten Seite, der auf den zweiten Pfosten Richtung Donkor flankte, dessen Kopfball aber knapp neben das Gehäuse von Velbert-Schlussmann Kevin Jackmuth ging (14.). Sechs Minuten später leitete Ludwig den Ball erneut auf Winter weiter, der den im Zentrum freistehenden Kesim anspielte. Der RWO-Angreifer fackelte nicht lange und netzte aus 15 Metern zum verdienten 1:0 ein (20.). Nur 120 Sekunden später ließ dann Yalcin aus ähnlicher Entfernung den möglichen zweiten Treffer der Rot-Weißen liegen.

Statt 2:0 folgte in Minute 25 der zu diesem Zeitpunkt überraschende Ausgleich. Nach einem Freistoß von Max Machtemes köpfte Luca Köbele, der Ludwig und Fassnacht aus den Augen verloren hatten, zum 1:1 ein. Zwar blieb RWO im Anschluss durchaus das tonangebende Team, doch gefährlich wurde es erneut auf der anderen Seite. Nach Zuspiel von Ismael Remmo in den Strafraum zögerte Kleeblatt-Keeper Nicolas Glaus eine Sekunde zu lang, so dass ausgerecht der Ex-Oberhausener Marlon Brill das Spielgerät aus kürzester Distanz an die Latte knallte (37.). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff hatte dann noch Vega Zambrano eine gute Gelegenheit, wobei sein Schuss noch entscheidend abgefälscht wurde, so dass Jackmuth den Ball noch abwehren konnte (45.).

Pokalfight in Velbert: RWO-Angreifer Timur Kesim schnürt den Doppelpack

In Halbzeit zwei blieb es ein ähnliches Bild: RWO zwar mit mehr Ballbesitz, wobei die Hausherren immer wieder offensive Nadelstiche setzen konnten. Nach feinem Zusammenspiel zwischen Robin Hilger und Max Wiese zwang Letztgenannter Glaus zu einer Glanzparade, der damit den Rückstand für sein Team verhinderte (57.). Bei den Oberhausenern dauerte es bis zur 65. Minute, ehe es mal wieder gefährlich wurde. In Höhe der Strafraumkante versuchte es Arda Süne mit dem Schlenzer, wobei sein Versuch knapp neben den rechten Pfosten ging.

RWO wurde jetzt in der Tat wieder aktiver. Nach Flanke von Süne über die linke Seite legte Vega Zambrano den Ball auf Kesim ab. Dessen abgefälschter Schuss landete unhaltbar im Velberter Kasten zur 2:1-Führung (74.). Nach seiner Einwechselung hatte dann Alexander Mühling die große Chance, in Minute 88 für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Der Routinier traf aus kürzester Distanz allerdings nur die Latte, so dass bis in die Schlussminute noch gezittert werden musste. In der Nachspielzeit war es dann aber schließlich Vega Zambrano, der mit seinem Treffer alles klar machte (90.). Kurz vor Abpfiff besorgte noch der ebenfalls eingewechselte Sergio Terranova mit seinem zweiten Ballkontakt den 4:1-Endstand (90.+4).

Weiter geht es für RWO in der Regionalliga West am kommenden Sonntag (14 Uhr) mit dem Heimspiel gegen die SG Wattenscheid. Im Pokal-Viertelfinale werden die Rot-Weißen derweil auf den Oberligisten SC St. Tönis treffen. Das Spiel wird voraussichtlich auf der Jahn-Sport-Anlage in Tönisvorst ausgetragen. Alle Informationen zu Datum, Anstoßzeit und Ticketvorverkauf folgen in Kürze.

RWO: Glaus; Ludwig (79. Henke), Klaß, Fassnacht, Winter (46. Halangk), Kerem, Schlax (86. Mühling), Donkor, Vega Zambrano (90.+3 Terranova), Süne (78. Nyuydine), Kesim.
Tore: 1:0 Kesim (20.,), 1:1 Köbele (24.), 2:1 Kesim (73.), Vega Zambrano (90.), Terranova (90.+4).