Der SC 20 hat einen neuen Trainer gefunden. Vier Tage nach der einvernehmlichen Trennung von Erkan Aydin als hauptverantwortlichen Übungsleiter stellte der Fußball-Bezirksligist Kevin Weber als dessen Nachfolger vor. Der 37-Jährige rettete in der abgelaufenen Spielzeit den Liga-Konkurrenten SuS 21 mit beeindruckenden neun Siegen in der Rückrunde vor dem Abstieg. Zur neuen Saison musste er dann Raphael Steinmetz weichen, der die Grün-Weißen in Dreifach-Funktion als Trainer, Spieler und sportlichen Leiter übernahm. Nun wartet auf den gebürtigen Mülheimer die zweite Aufgabe im Oberhausener Bereich. Am Sonntag, im Derby bei der Spvgg. Sterkrade-Nord, sitzt Weber bereits auf der Trainerbank der Blau-Gelben. Anstoß an der Lütticher Straße ist um 15.30 Uhr.
Im Sommer kam bereits der erste Kontakt zu Stande, wie beide Seiten unabhängig voneinander verrieten. „Damals kam für uns aber ein Trainerwechsel nicht in Frage, weil wir unbedingt mit Erkan weitermachen wollten. Solange, wie es funktioniert“, erzählt Teammanager Kilian Lang gegenüber dieser Redaktion. Das hat es zuletzt nicht mehr. Durch die Niederlage im prestigeträchtigen Derby gegen Alstaden (2:4) rutschte der Spielclub auf Rang neun ab. Zu wenig für den ambitionierten Pokalfinalisten. Aydin und der SC 20 waren sich einig, dass die Mannschaft einen neuen Impuls benötige.
Neuer Spielclub-Trainer: Kevin Weber ist Feuer und Flamme für seine neue Aufgabe
Kevin hat uns Videomaterial vorgespielt und seine Idee von Fußball erläutert. Wir haben sofort gemerkt, dass er Feuer und Flamme für diese Aufgabe ist.
Kilian Lang, Spielclub-Sportchef
Den möchte nun Weber setzen. „Ich verfolge den SC 20 schon längere Zeit, weil in dieser Mannschaft genau die Spielertypen sind, die optimal zu meinem System passen“, so Weber. Das hat die Verantwortlichen an der Mellinghofer Straße beeindruckt. Lang: „Kevin hat uns Videomaterial vorgespielt und seine Idee von Fußball erläutert. Wir haben sofort gemerkt, dass er Feuer und Flamme für diese Aufgabe ist.“ Wo Weber den Hebel ansetzen muss, weiß er genau. „Für mich gehört der Verein mit diesem Kader unter die ersten fünf. Und dafür sind 23 Gegentore nach zehn Partien einfach zu viele. Vorne ist die Mannschaft immer für ein Tor gut“, hat er festgemacht.
Generell, so Weber, müsse er das System seines Vorgängers nicht ändern. „Es ist eher so, dass ich in der taktischen Formation ein paar Anpassungen vornehmen muss.“ Einen Stammplatz bei ihm hat übrigens niemand sicher. „Bei mir fängt alles bei Null an. Jeder hat die Chance, sich zu beweisen. Vom Torwart angefangen bis hin zum Stürmer.“ Mit Marco Becker und Samuel Mensah trifft Weber bei den „Knappen“ auf zwei Spieler, die er zuvor noch bei SuS 21 trainiert hatte. Deniz Batman bleibt als spielender Co-Trainer an der Seite Webers, als neuen Torwarttrainer bringt er Nils Hense mit.
SC 20: Weber-Premiere am kommenden Sonntag im Derby gegen Sterkrade-Nord

Am Sonntag wartet bereits das erste Pflichtspiel auf den neuen Mann an der Seitenlinie. Und wahrlich kein einfaches. Dann geht es für die Blau-Gelben zur bisherigen Überraschungsmannschaft der Saison, der Spvgg. Sterkrade-Nord. Dort lässt man sich von dem Trainerwechsel bei dem Kontrahenten nicht beirren. „Natürlich erschwert es immer die Vorbereitung, wenn der kommende Gegner kurz vorher den Trainer wechselt. Weil der ja meistens neue Ideen mitbringt“, so Oguzhan Cuhaci. „Aber wir wissen ja, was sie spielen können.“ Der Nord-Coach sieht die Aufgabe zudem als Reifegrad für seine Mannen. Die stehen gerade nach einer bislang tollen Saison auf Rang zwei. In einer Tabellenregion, wo sich eigentlich der SC 20 wiederfinden will…


