Die Vorstellung war in weiten Teilen reif und ziemlich überzeugend. Fußball-Landesligist Arminia Klosterhardt bezwang am Sonntagnachmittag den Mülheimer FC 97 zu Hause mit 3:1 (1:1). Für die Mannschaft von Marcel Landers war es gleichzeitig der sechste Saisonsieg im elften Spiel.
Warum es gestern zur Pause lediglich Unentschieden stand, hatte einen einfachen Grund: Die Arminen nahmen es in den ersten 45 Minuten mit der Torvermessung mehrfach zu genau. Gleich drei Aluminiumtreffer sorgten dafür, dass die lediglich in Ansätzen gefährlichen Gäste auch im zweiten Abschnitt noch im Spiel blieben.
Arminia Klosterhardt zeigt gegen Mülheim die „beste erste Halbzeit der Saison“

„Das war die beste erste Halbzeit in dieser Saison. Wir hatten ordentlich Zug drin und haben offensiv mit Spielwitz toll gewirbelt. Mich ärgert nur wieder dieses extrem doofe Gegentor“, wurmte Arminias Trainer der zwischenzeitliche Ausgleich durch Taha Sen nach – wieder einmal – einer Ecke (24.).
Zuvor hatte Außenverteidiger Meik Kunz, der wie erwartet zum ersten Mal in dieser Spielzeit in der Startelf stand, die Hausherren in Führung gebracht (16.). Samuel Zegadlo (7.) und Niklas Daunheimer per Dampfhammer aus fast 30 Metern (16.) ließen jeweils nur die Latte wackeln.
Das 1:1 war daher schon auch ein kleiner Wirkungstreffer, und die Grün-Weißen benötigten gute zehn Minuten, um wieder in die Spur zu finden. Hamza Velic, der den verletzten Jan-Niklas Pia im Sturmzentrum mit einem beachtlichen Aktionsradius vertrat, konnte sich nach feiner Direktabnahme von der Strafraumgrenze ebenfalls nur die Haare raufen – erneut stand das Quergebälk im Weg (38.).
Lennart Rühl macht gut zehn Minuten vor dem Ende den Deckel drauf
Wir haben absolut verdient gewonnen. Kompliment an die Jungs. Sie bekommen für die kommende spielfreie Woche ein paar kleine Hausaufgaben mit auf den Weg, dürfen aber getrost auch Halloween feiern gehen
Marcel Landers, Arminia-Trainer
Vielleicht lag’s an der verpassten Vorentscheidung, dass den Klosterhardtern zu Beginn der zweiten Hälfte etwas die Inspiration abging. Die Landers-Elf hatte zwar nach wie vor die Kontrolle inne. Allerdings blieben flüssige Ballpassagagen hinein in die Spitze vorerst eine Rarität. So fiel das 2:1 durch den aufblühenden Impuls- und Ideengeber Daunheimer nach gut einer Stunde zu einem günstigen Zeitpunkt, weil die Partie bis dato ohne große Höhepunkte vor sich hinplätscherte (66.). Zwei Minuten vorher wurde ein Velic-Kopfball noch von der Linie gekratzt. Zegadlos zweiter Lattentreffer bewahrte die mitunter defensiv zu passiven Mülheimer vor dem Knockout (72.). Schließlich machte der wenige Sekunden zuvor erst eingewechselte Lennart Rühl den Deckel drauf (81.).
„Wir haben absolut verdient gewonnen. Kompliment an die Jungs. Sie bekommen für die kommende spielfreie Woche ein paar kleine Hausaufgaben mit auf den Weg, dürfen aber getrost auch Halloween feiern gehen“, schloss ein alles in allem zufriedener Landers. In der Landesliga geht es für die Arminia derweil am 8. November um 15 Uhr mit dem Gastspiel gegen den VfB Homberg auf Punktejagd.


