Am Ende blieb am Halloween-Wochenende das Gruseln aus für die Oberliga-Herren des Turnerbundes Osterfeld. Gegen den Tabellenführer der Volleyball-Oberliga, Meckenheimer SV, gewannen die Oberhausener mit 3:2.
Das Duell der beiden Teams hatte durchaus eine besondere Vorgeschichte: Beide Mannschaften waren nach der vergangenen Saison gemeinsam aus der Regionalliga abgestiegen. In jener Spielzeit hatte der Turnerbund beide Begegnungen mit Meckenheim verloren.
Trainer Markus Köster musste auf den erkrankten Timmi Neufeld verzichten. Im Außenangriff schenkte er Dario Gutilla, der eine Woche zuvor in Bocholt sein Debüt für die erste Herren gefeiert hatte, erstmals das Vertrauen von Beginn an. Vom ersten Ballwechsel an entwickelte sich eine hochklassige Partie, in der beide Teams ihre Regionalliga-Vergangenheit nicht verleugnen konnten. Nach ausgeglichenem Beginn zogen die Hausherren Punkt um Punkt davon und sicherten sich den ersten Satz verdient mit 25:20.
Im zweiten Durchgang kam jedoch Sand ins Getriebe. Während Meckenheim in der Annahme über das gesamte Spiel hinweg bemerkenswert sicher stand, verlor Osterfeld zunehmend an Stabilität. Mit sinkenden Quoten wurde das Spiel des Turnerbundes berechenbarer: Die Angriffe liefen fast nur noch über Außen und Diagonal, die Mitte fand kaum noch statt. Die Gäste nutzten das und glichen mit 26:24 aus.
Auch im dritten Abschnitt blieb die Annahme die Achillesferse der Gastgeber und die Begegnung entwickelte sich zu einem echten Krimi. Mehrere Satzbälle der Meckenheimer wehrte das Heimteam ab, ehe es den Durchgang mit 32:30 an sich riss. Ebenso eng blieb das Ringen im vierten Satz. In dessen Verlauf kam Mark Fischer für Maxim Vandzhura auf Außen ins Spiel. Die Wende gelang jedoch nicht mehr, und Meckenheim erzwang mit 25:23 den Tie-Break. Dort ließen die Osterfelder dann nichts mehr anbrennen: Mit einem 4:1 zum Auftakt legten sie den Grundstein und hielten die Führung bis zum 15:11 fest.
Großen Anteil am Erfolg hatte Gutilla. Er spielte die Partie durch und wirkte keineswegs wie jemand, der gerade erst sein zweites Oberligaspiel bestreitet. „Dario hat das wirklich sehr gut gemacht, in allen Bereichen. Die Annahme war sehr stabil, und im Angriff hat er sich richtig gut durchgesetzt”, freute sich Trainer MarkusKöster. Vorne glänzte zudem Nils Joneleit. „Wenn die Annahme gestimmt hat, konnten wir im Angriff eigentlich machen, was wir wollten. Und vor allem Nils war heute nicht zu stoppen“, zeigte sich Kapitän Colin Grimm beeindruckt.
Mit dem Sieg gegen Meckenheim haben die Oberhausener nach drei Spielen in heimischer Halle weiterhin eine weiße Weste. Auch in der Tabelle sieht es bisher gut aus. Mit dem vierten Platz ist man direkt hinter der Spitzengruppe, hat aber 2 Spiele weniger gespielt als diese Mannschaften und somit realistische Chancen, sogar noch Tabellenführer zu werden.
Am Sonntag, 8. November, wartet die nächste Auswärtsaufgabe. Um 16:30 Uhr gastiert der TB Osterfeld beim VC Essen-Borbeck in der Sporthalle Prinzenstraße.


