Es ist immer ein Lotteriespiel mit dem Wetter, wenn Freiluftveranstaltungen in den frühen Wintertagen stattfinden. Bange Blicke zum Himmel schickten deshalb die Organisatoren des von Sterkrade-Nord ausgerichteten Schmachtendorfer Nikolauslaufs, der in diesem Jahr zum 24. Mal auf der Sportanlage am Buchenweg ausgetragen wurde. Schon in der Nacht fiel leichter Sprühregen mit Schneeeinlagen und auch während der gesamten Veranstaltung besserte sich dies nicht. „Mit 732 Anmeldungen lagen wir zwar deutlich über den Zahlen aller Vorjahre“ berichtet Organisator Lothar Thyssen, „aber beim morgendlichen Blick aus dem Fenster blieb mancher Sportler lieber zuhause.“

Und er behielt Recht. Trotz vieler Nachmeldungen überquerten nur 590 Teilnehmer die Ziellinie. „Unter den Bedingungen ein gutes Ergebnis“, fand Thyssen. Für die vielen Helfer, die für einen reibungslosen Ablauf sorgten, gab es viel zu tun. Sei es, um die Vor- und Nachmeldungen abzuwickeln, den Teilnehmern den richtigen Laufweg zu zeigen oder die Sieger zu ehren. Und natürlich kümmerten sich viele Hände darum, Athleten und Zuschauer mit Kuchen und Grillwurst zu versorgen oder mit Kaffee und Glühwein aufzuwärmen. Zu erwähnen ist auch, dass die anwesenden DRK-Sanitäter einen ruhigen Vormittag hatten.

Bambini freuten sich über die verdienten Medaillen

Während die gut 420 Teilnehmer der Volksläufe über fünf und zehn Kilometer, laufend oder walkend, noch mit den Tücken der Laufstrecke durch den Dunkelschlag zu kämpfen hatten, erholten sich die sechs- und siebenjährigen Bambini und die Jahrgänge 2002 bis 2009 bereits von ihren Läufen. Die Schnellsten von ihnen stellten sich auf dem Siegerpodest dem Blitzlichtgewitter der Fotografen, hielten die verdienten Medaillen in die Höhe und ließen sich von ihren Eltern und Großeltern bewundern. Andere wedelten mit ihren Urkunden, freuten sich über den nach dem Ziel überreichten Stutenkerl oder ließen sich mit dem Nikolaus fotografieren. Doch der Reihe nach.

Begonnen hatte die Veranstaltung 50 Minuten vorher mit dem Bambini-Lauf über die Stadionrunde. Die schnellsten Teilnehmer der Jahrgänge 2010 und 2011, nur Oberhausener: Jule Luft (W 7) 1:40, Felix Meier (M 7) 1:44 (beide LAV Oberhausen).

Für die Schüler ging es über 1200 und 1500 Meter

Bei den Schülern ging es auf leicht gefrorenem und matschigem Waldparcours über 1200 und 1500 m. Über 1200 gewann für Oberhausen: Sophie Hentschel (6:03, W 8, LAV). Gute Leistungen wurden auch auf der längeren Distanz abgeliefert. Hier überzeugten Oberhausener in ihren Altersklassen: Raphael Frank (6:13, M 13, LAV), Joshua Ingenwerth (6:29, M 10, SG Tackenberg), Jule Goddinger (6:36, W 13, Tackenberg) und Laura Machado (6:38, W 11, LAV) in 6:38. Tristan Reichert (6:40, M 11, TBO), Linda Peters (6:51, W 10, LAV) 6:51, Jana Hoffmann (8:30, W 15, LAV).

Der Startschuss für den Fünf-Kilometer-Lauf schickte rund 250 Teilnehmer auf die Reise. Bei den Läufern erreichte als Erster der für das OTV Endurance-Team startende Timo Schaffeld (MHK) das Stadionrund. Er überquerte in tollen 16:46 Minuten die Ziellinie und unterbot damit seinen eigenen Streckenrekord von 2015.

Annika Vössing die Schnellste über den Fünf-Kilometer-Lauf

Schnellste Frau über diese Distanz war Annika Vössing (WHK, LAV Oberhausen). Klassensieg M 40: Marc Fröhlich (21:26, running4charity). Neben Gesamtsiegerin Annika Vössing holte Melanie Niesner (22:49, W 30, Tackenberg) einen Klassensieg.

Bei den Walkern gewannen auswärtige Athleten.

Gegen Mittag starteten die Teilnehmer des Hauptlaufes über zehn Kilometer. Hier hatten sich erneut Vössing als auch Schaffeld zusammen mit rund 210 weiteren Teilnehmern eingereiht. Mit ihnen aber auch der für die LG Olympia Dortmund startende Patric Meinike (MHK), der zuvor bereits hatte durchblicken lassen, den alten Streckenrekord von 2011 zu unterbieten. Dass er diesen Vorsatz auch umsetzen wollte, zeigte sich schon, als er das Stadion als führender Läufer in Richtung Waldstrecke verließ. Als er wenig später die Ziellinie überlief, zeigte die Uhr 32:24 an – eine Verbesserung des alten Rekordes um mehr als eine Minute. Schnellste Frau in diesem Rennen wurde erneut Vössing, die mit 38:46 eine gute Leistung ablieferte. Des weiteren siegten bei den Männern in ihren Altersklassen, nur die Oberhausener: Martin Jungblut (39:47, M 40, OTV Endurance Team), Frank Wehran (42:17, M 45, Nordtriathleten), Hans Angenend (1:00,06 Stunden, M 80), Werner Kerkenbusch (1:08,57, M 70 und Jürgen Dickhoff (1:17,39, M 75, alle VfL Bergheide). Zweite Frau im Gesamteinlauf und Siegerin in ihrer Altersklasse wurde Nina Endt (w U18, LC Adler Bottrop) in 40:05. Platz 1 AK Frauen, nur Oberhausener: Biggi Wölk (50:20, W 35, running4charity), Tina Engel (53:24, W 55, Sprungzwei).