Tischtennis-Traditionsturnier

Ostern beim TTC Osterfeld diesmal ohne Familientreff

Ein legendäres Osterfelder Doppel im Jahr 2008: Jonas und Christian Franzel.

Ein legendäres Osterfelder Doppel im Jahr 2008: Jonas und Christian Franzel.

Foto: Foto: Tim Foltin

Oberhausen.  Das Osterturnier des TTCO war geprägt von familiärer Atmosphäre. Diesmal entfällt es, doch alle freuen sich auf die 40. Ausgabe im kommenden Jahr.

Die weltweite Corona-Krise und die damit verbundenen Einschränkungen haben auch die Sportvereine im Tischtennis hart getroffen. Zuerst wurden die Ligaspiele ausgesetzt, kurz darauf alle anstehenden Großveranstaltungen und dann letztlich der komplette Spiel- und Trainingsbetrieb. In der vergangenen Woche wurde die Saison vom DTTB dann offiziell bis runter in die untersten Klassen als beendet erklärt. Der Sport ist zum Erliegen gekommen. Besonders enttäuschend ist diese Situation für das Organisationsteam des TTC Osterfeld 2012 rund um Jörg Trede (Turnierleitung) und Dorina Meurers (Cafeteria), welche an diesem Osterwochenende die 40. Auflage ihres NRW-weiten Tischtennisturniers geplant hatten.

Bereits seit 1981, vom damaligen Abteilungsleiter Günther Lohmar zum Anlass des 10-jährigen Bestehens der Tischtennisabteilung SG Osterfeld (seit 2012 in Fusion mit TTC Borussia Osterfeld-Heide) ins Leben gerufen, fand bisher durchgängig jedes Jahr zu Ostern das „Familientreffen des Tischtennissports“ für Spieler aus ganz NRW in der Sporthalle der Gesamtschule Osterfeld statt. An 24 Tischen fliegen hier normalerweise am Samstag und Sonntag von morgens 9 Uhr bis abends 22 Uhr in zehn Einzel- und Doppelkonkurrenzen (Nachwuchs- und Erwachsenensport) die kleinen Plastikbälle durch die Hallen.

Gemütliches Plaudern am Rande der Platte

Das Turnier ist immer gut besucht, nicht nur zum Spielen, sondern auch zum gemütlichen Plaudern in der hochgeschätzten Cafeteria „Zum Steinmännchen“, die kaum einen Wunsch offen lässt. Mit stets über 300 Einzelmeldungen (Rekord von 550 Meldungen im Jahr 2006), zählt das Osterfelder Osterturnier zu einem der größten Tischtennisturniere in der Umgebung und lockte in all den Jahren auch immer wieder hochklassige Spieler an die Platten in der GSO.

Das „aktuell“ prominenteste Beispiel war wohl die deutsche A-Nationalspielerin und diesjährige deutsche Individualmeisterin Nina Mittelham (Weltrangliste Rang 40), welche im Jahr 2009, als damals noch 12-Jährige, in der Damen-A Konkurrenz die dreimalige Siegerin Tanja Knipping als „Osterkönigin“ ablöste und so für Furore sorgte.

Große Namen wie Christian Franzel

Mit Hinblick auf „Osterfelder“ Wurzeln war hier vor allem Christian Franzel (früher Osterfeld-Heide) zu nennen, welcher in den 80er und 90er Jahren in der ersten Bundesliga aktiv war und unter anderem mit Tischtennis-Legenden wie Rosskopf, Fetzner und Wosik bei Borussia Düsseldorf die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft (1987/88 und 1989/90) feierte – und selbstverständlich in seiner Jugend das Osterturnier gewann (1984, 1985).

SC Buschhausen 1912 dominierte die letzten Jahre

Im letzten Jahrzehnt haben vor allem die Buschhausener (aktuell 3. Liga) sich Mühe gegeben, die Flagge der Oberhausener Turniersieger in der höchsten Herrenkonkurrenz hochzuhalten.

Auch wenn in diesem Jahr nun kein Osterturnier stattfinden kann, so schaut der Verein dennoch optimistisch in die Zukunft und wartet nun sehnsüchtiger denn je auf die 40. Auflage seines Osterfelder Osterturniers. „Wir hoffen, dass das Jubiläum nächstes Jahr umso intensiver gefeiert werden kann“, so Geschäftsführer Dominik Bürger.

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