Leichtathletik

Der Lauf mit dem besonderem Flair

Ein Zieleinlauf mit ganz besonderer Atmosphäre. Beim Moonlight-Lauf von Hadi Wesel und taf-timing bestreiten die Aktiven die letzten Meter vor dem Ziel im Schein der Fackeln. (Foto: Peggy Mendel)

Ein Zieleinlauf mit ganz besonderer Atmosphäre. Beim Moonlight-Lauf von Hadi Wesel und taf-timing bestreiten die Aktiven die letzten Meter vor dem Ziel im Schein der Fackeln. (Foto: Peggy Mendel)

Foto: WAZ FotoPool

Wesel. Ist weniger doch mehr? Während bei den meisten Laufveranstaltungen die Teilnehmerzahlen stetig sinken, trotzt ein idyllisches Event dem Trend. Im Vorfeld der fünften Auflage ihres Moonlight-Laufes am Freitagabend (21.15 Uhr) am Auesee haben die Veranstalter Lauffreunde Hadi Wesel und taf-timing bereits die Werbung reduziert. Und trotzdem „droht“ erneut ein neuer Teilnehmerrekord.

„Wir werden definitiv niemanden nach Hause schicken“, stellt Dieter Kloß von den Hadis klar. Durch rund 100 Nachmelder staunten und freuten sich die Organisatoren im vergangenen Jahr über 341 Starter. Angesichts von bereits 282 Voranmeldern und tollen äußeren Bedingungen könnte heute trotz Pfingsten die 400er-Grenze überschritten werden.

„Ich sehe noch keine Obergrenze an Startern. Die Strecke und der Platz im Ziel geben noch einiges her. Wir können das managen“, versprach Hermann Terhorst von taf-Timing im letzten Jahr.

Auch „Raketen“ am Start

Dies hatte bei den Hadis zu lebhaften Diskussionen geführt. „Wir haben eine gedachte Obergrenze. Wir wollen definitiv den familiären Charakter des Laufes erhalten und es auch unseren Helfern nicht noch stressiger machen“, so Kloß. „Obwohl bei uns schon wieder solche Raketen wie Annika van Hüüt oder Jan-Matti Becker starten, geht es den meisten Läufern ja nicht um die Zeit, zumindest nicht in erster Linie. Sie wollen den Lauf genießen. Wir werden deshalb auch keine Altersklassenwertung einführen.“

Ohne laute Musik oder Moderation machen sich die Läufer bei Sonnenuntergang (21.15 Uhr) vom Auestadion aus auf die sieben Kilometer lange Strecke, um – je nach Fitnessgrad – bei Dämmerung oder Dunkelheit durch die knisternde Fackelgasse ins Ziel zu laufen. Die Weseler Profi-Triathletin Mareen Hufe, am Freitag natürlich ebenfalls am Start, bezeichnete diese Gegebenheit als „schönsten Zieleinlauf am Niederrhein“. Anschließend laden Grill und Getränkestände zum Verweilen ein. „Auch dann machen wir keine Musik an, damit die Leute in Ruhe Fachgespräche führen können“, so Kloß.

Überschuss für Hospiz-Initiative

Der Ursprungsgedanke des Moonlight-Laufes war, die Seeweg-Beleuchtung am Auesee zu realisieren und zu unterhalten. Mittlerweile leuchten 24 Lampen den Läufern den Weg. Die Strahlkraft des Laufes ist indes noch weitaus größer geworden.

„Die Strom- und Unterhaltungskosten sind durch den Lauf gedeckt, so dass wir eventuelle Überschüsse auch noch spenden könnten“, erinnert Dieter Kloß an die Pfandgeld-Aktion für die Hospiz-Initiative Wesel. Wer seine Startnummer zurückgibt, ohne seine zwei Euro Pfand zurück zu fordern, spendet automatisch.

Preise für die Podest-Besetzer gibt es natürlich auch. Und da beim Moonlight-Lauf trotz der Betonung auf die Atmosphäre auch die Zeiten gestoppt werden, seien auch noch die Vorjahressieger Knut Haaver (TSV Weeze/23:18) sowie die Weselerin Birte Rohs (TRC Essen/28:33) erwähnt.

Als Erster durch die Fackelgasse zu laufen, das hat eben auch seinen besonderen Reiz.

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