Leichtathletik

Moonlightlauf pulverisiert trotz Regens den alten Rekord

Immer wieder ein besonderes Erlebnis, die von Fackeln gesäumten letzten Meter beim Moonlightlauf.

Foto: Jochen Emde

Immer wieder ein besonderes Erlebnis, die von Fackeln gesäumten letzten Meter beim Moonlightlauf. Foto: Jochen Emde

Wesel.   Die zehnte Auflage des Moonlightlaufs litt kaum unter dem Regewetter. Mit 653 Athleten stellte die Veranstaltung alles bisherige in den Schatten.

Nachdem Dieter Kloß den Startschuss abgefeuert hatte und wieder im Zielbereich angekommen war, brachten seine Kollegen ihn auf den Stand der Dinge: 653 Läufer waren soeben bei der zehnten Auflage des Moonlightlaufs gestartet. Ein neuer Teilnehmerrekord. Der Vorsitzende von Hadi Wesel konnte es kaum glauben. „Und das bei diesem Wetter. Was wäre denn los gewesen, wenn die Sonne geschienen hätte?“, fragte er.

Die Zahl der Starter beim sieben Kilometer langen Lauf wäre wohl nochmal um einiges höher ausgefallen. Trotz dicker Wolkendecke und Dauerregen wurde der bisherige Bestwert von 530 Läufern am Freitagabend weit übertroffen. Und statt der tief stehenden Abendsonne, hing im Ziel ein ein Meter großer, mit LED-Lampen bestückter Halbmond. „So schlechtes Wetter hatten wir wahrlich noch nie. Aber die Resonanz unterstreicht erneut die Beliebtheit dieser Veranstaltung“, so Dieter Kloß.

Zuschauer feuern auf langgezogener Fackelgasse an

Als die Athleten nach und nach die Ziellinie überquerten, war einmal mehr zu erkennen, was den Moonlightlauf ausmacht. Bis zur Erschöpfung wurden die zahlreichen Sportler durch die langgezogene Fackelgasse gepeitscht. Die Zuschauer tummelten sich auf den letzten Metern der Strecke und begleiteten die Läufer mit Applaus ins Ziel. Und am Ende standen sie alle zusammen in der schmalen Gasse vor dem Auestadion.

So auch Wolfgang Damen und Wolfgang Schäfer aus Emmerich. Zusammen mit ihren Kollegen vom Bataver Lauftreff genossen sie ihr Kaltgetränk und unterhielten sich. So gut es bei den kühlen und nasskalten Bedingungen eben ging. Dabei spielte eine Live-Band. Und so machten es am Freitag Hunderte. „Dieser Lauf ist in einigen Belangen etwas ganz Besonderes. Neben der tollen Strecke ist es vor allem die Atmosphäre, die uns Jahr für Jahr hierher zieht“, erklärte Wolfgang Damen.

Der schönste Zieleinlauf des Niederrheins

Mareen Hufe, Profi-Triathletin aus Wesel, sprach anschließend vom „schönsten Zieleinlauf des Niederrheins. Ich war schon bei der ersten Auflage dabei. Es ist einfach eine ganz tolle Veranstaltung“, sagte sie. Werner Kamps vom Hamminkelner SV, für den der Moonlightlauf eine Pflichtveranstaltung ist, konnte dem tristen Wetter sogar etwas Positives abgewinnen. „Dadurch, dass es dunkler war als sonst, wirkte der Zieleinlauf mit den Fackeln noch schöner.“

Vorne Weg lief in diesem Jahr Timo Schaffeld vom OTV Endurance Team. Er brauchte für die eher unübliche Laufdistanz von sieben Kilometern 23:36 Minuten. „Die Zuschauer haben alles gegeben. Es hat Riesenspaß gemacht“, sagte er. Schnellste Frau war am Freitag seine Teamkollegin Annika Vössing, die 25:46 Minuten unterwegs war.

>>ÜBER DEN MOONLIGHTLAUF NACH BRASILIEN

Für Profi-Triathletin Mareen Hufe war der Moonlightlauf Teil der Vorbereitung auf den Ironman in Brasilien, bei dem sie am kommenden Sonntag an den Start geht. „Ich bin gut in Form“, sagte sie. Erreicht Hufe in Südamerika Platz sieben, wäre sie für den Ironman auf Hawaii qualifiziert. „Ich möchte aber unter die Top-Fünf.“

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