Schöner als beim Berlin-Marathon

Foto: Markus Joosten

Moonlight-Lauf. Stimmungsvolle Veranstaltung verdoppelt die Teilnehmerzahl und spielt Geld für die beleuchtete Strecke ein.

Wesel. Die Sonne über dem Weseler Auesee war noch nicht ganz untergegangen, doch Organisator Dieter Kloß hatte vorsorglich bereits das Licht auf der Laufstrecke eingeschaltet. „Die Teilnehmer sollen ja sehen, wofür sie bezahlen”, sagte der Vorsitzende der Lauffreunde Hadi Wesel, die gemeinsam mit der Hamminkelner Zeitmess-Firma Taf-Timing die zweite Auflage des Moonlight-Laufs ausrichteten. Mit ihren Startgeldern finanzierten die 147 Läufer den Unterhalt der beleuchteten Jogging-Strecke für ein weiteres Jahr.

Der 3,6 Kilometer lange Kurs lockte fast doppelt so viele Teilnehmer wie zur Premiere im letzten Jahr an. Zwei Runden hatten die Läufer gedreht, ehe sie durch einen „Fackelgang” stimmungsvoll ins Auestadion einliefen. Die Erstplatzierten der Veranstaltung erreichten das Ziel noch in der Dämmerung. Birte Rohs (TRC Essen) siegte in 27:45 Minuten vor Nina Koopmann (Hadi Wesel/27:58) und Annette Wozny (TuS Haffen-Mehr/29:53). Bei den Herren setzte sich Sven Storm (Triminators TV Voerde/26:28) vor Stefan Bur (Schneeweiß Wesel/26:41) und Patrick Zuchowski (Triminators TV Voerde/26:53) durch.

Bereits im Dunkeln kam die große Masse des Teilnehmerfeldes ins Ziel. Moonlight-Läufer Lutz Görtzen geriet dabei förmlich ins Schwärmen. „Der beleuchtete Zieleinlauf war schöner als der letzte Kilometer beim Berlin-Marathon”, gab er den Organisatoren ein großes Kompliment weiter.

Die dritte Auflage der familiären Veranstaltung ist bereits in Planung. Doch machen sich die Organisatoren schon Gedanken, um eine Teilnehmer-Obergrenze. „Eine Zahl möchte ich nicht nennen, doch wir müssen versuchen, den derzeitigen Charakter beizubehalten”, so Dieter Kloß. Die Mischung aus wenig Hektik und Spitzentechnik, die Taf-Timing zur Verfügung stellt, ist wohl das momentane Geheimrezept. Zudem diente der Moonlight-Lauf für einige Starter auch zur Vorbereitung auf den Dreiwiesellauf, der am kommenden Sonntag stattfindet.

Verblüfft waren einige Teilnehmer, wie schnell sie nach dem Ziel mit ihrer Urkunde versorgt wurden. Taf-Timing hatte das Urkunden-Terminal im Auestadion aufgebaut und übergab die Anerkennung bereits kurz nach dem Einlauf. „Von mir aus können wir die Teilnehmerzahl im nächsten Jahr wieder verdoppeln”, verdeutlichte Hermann Terhorst von Taf-Timing die Möglichkeiten, doch müsse der stimmungsvolle Charakter beibehalten werden.

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