15. Hanse-Citylauf

Weseler Sascha Hubbert holt sich den Sieg in der Heimat

Großer Andrang herrschte beim Lauf über 5000 Meter, rund 540 Athleten begaben sich auf die Strecke.

Großer Andrang herrschte beim Lauf über 5000 Meter, rund 540 Athleten begaben sich auf die Strecke.

Foto: Markus Joosten/FFS

Wesel.  Letztlich gingen beim 15. Hanse-Citylauf 1879 Aktive an den Start. Und mit Sascha Hubbert triumphierte ein Weseler auf den heimischen Straßen.

Martin Schumacher sank zu Boden und schnappte nach Luft. Er hatte gerade als Zweiter die Ziellinie des Zehn-Kilometer-Wettkampfs beim 15. Hanse-Citylauf überquert. Sieger Sascha Hubbert aus Wesel, nur acht Sekunden schneller und in einer Woche beim Hawaii-Ironman dabei, stand neben seinem Kollegen. „Keine Sorge. Das macht er immer so“, sagte Hubbert. „Zehn Jahre habe ich dafür gebraucht“, stöhnte Schumacher vor sich hin, erhob sich dabei leicht und sank zu Boden.

Als der völlig ausgepumpte Läufer der LG Alpen wieder annähernd Normalpuls hatte, führte er aus: „Ich laufe seit zehn Jahren. Mein Ziel war es immer, die 35-Minuten-Marke zu knacken“, so der Niederrheiner. Am Samstag schaffte er es erstmals. 34:55 Minuten standen im Zieleinlauf auf der überdimensionalen Uhr.

Bei der Premiere in Wesel direkt Zweiter

Der Athlet der LG Alpen war im Gegensatz zu seinem Trainingspartner Sascha Hubbert, der bekanntlich ein Sieger-Abonnement auf die lokalen Wettkämpfe hat, zum ersten Mal in Wesel. Drei von vier Runden absolvierte das Duo zusammen. Dann zog Hubbert davon. Er kam letztlich in 34:47 Minuten ins Ziel. „Sascha läuft ja in einer anderen Liga. Ich habe nur auf mich geschaut“, erzählte der Zweitplatzierte. Da hatte er sich längst vom kühlen Asphalt erhoben. Die Reise aus seinem Wohnort Köln in seine Heimat hatte sich also gelohnt. „Ich komme gern hierher zurück. Es hat großen Spaß gemacht, hier mitzulaufen“, sagte er.

Zwei Hamminkelner liefern sich ein Duell um Platz zehn

Nicht nur die beiden Erstplatzierten lieferten sich auf der zehn Kilometer langen Strecke durch die Innenstadt ein Duell zwischen Kollegen. In Werner Kamps und Thomas Bettger schenkten sich auch zwei Läufer des Hamminkelner SV nichts. Kamps (39:46 Minuten) kam als Zehnter ins Ziel, Bettger (39:53) sieben Sekunden später als Elfter. Letzterer hatte gegen seinen Vereinskollegen zwar knapp den Kürzeren gezogen, ballte nach dem Zieleinlauf aber mehrmals die Faust. Denn auch er hatte sein Jahresziel erreicht. Erstmals blieb er in 2019 unter 40 Minuten. „Anfangs sah das nicht so aus. Ich bin nur schleppend reingekommen. Auf den letzten Kilometern konnte ich aber noch einmal alles herausholen“, sagte er.

Um Werner Kamps einzuholen, dazu reichten seine Reserven allerdings nicht mehr. Es war nicht das erste enge Strecken-Duell der beiden Hamminkelner. „Aber Werner schafft es immer wieder, am Ende vorn zu sein. Er ist den Hauch besser“, zollte Thomas Bettger seinem Kollegen Respekt. „Ich wusste natürlich, dass er mir im Nacken sitzt. Er hat ganz schön Tempo gemacht. Ich bin so gerade eben vor ihm geblieben“, so Werner Kamps, der in diesem Jahr ebenfalls noch nie so schnell war. „Die Bedingungen waren auch optimal.“

Schnellste Frau über zehn Kilometer war Andrea Pfister (40:25). Beim Fünf-Kilometer-Lauf, der mit rund 540 von insgesamt 1879 Startern in diesem Jahr der teilnehmerstärkste Wettbewerb war, triumphierte Heinz van Dongen in einer Zeit von 17:15 Minuten. Elisa Brune war mit 20:04 Minuten die schnellste Dame.

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