Das sind Gegensätze: Am Samstag standen Fans des Fußball-Regionalligisten MSV Duisburg in der Dürener Westkampfbahn am Stankett, direkt am Spielfeld, und feierten den 6:0-Sieg des Spitzenreiters. So wie bei Viktoria Buchholz oder bei Gelb-Weiß Hamborn. Am Freitag, 25. April, werden sie in einem Bundesliga-Stadion stehen und gegen Borussia Mönchengladbach II womöglich die Aufstiegsparty feiern. Die Anhänger setzen in einer ohnehin schon einzigartigen Saison weiterhin immer wieder einen drauf.

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Seit dem Vorverkaufsstart am vergangenen Freitag reißen sich die Fans des MSV Duisburg um Tickets für das Spiel im Borussia-Park. Das ursprüngliche Kontingent von 5500 Tickets war innerhalb kurzer Zeit vergriffen, die Gladbacher geben seitdem nach und nach weitere Blöcke für den Verkauf frei. Erinnerungen werden wach an die Zweitliga-Saison 2004/05, als der MSV montagsabends bei Eintracht Frankfurt mit einem 1:0-Sieg den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht hatte. Später wurde in der Duisburger Arena die Nacht zum Tag, die Aufstiegsparty war erst am frühen Morgen beendet.

Es ist schön, dass Verband und Borussia Mönchengladbach so viel Flexibilität an den Tag gelegt haben, das Spiel aus dem Rheydter Grenzlandstadion in den Borussia-Park zu verlegen. Am Aufstieg der Zebras dürften selbst die Gladbacher, die dieses Ziel am Saisonbeginn für sich ebenfalls auf die Fahne geschrieben hatten, nicht mehr zweifeln. Da passt es, der Partie den würdigen Rahmen zu geben, die sie verdient hat.

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Einmal mehr wird deutlich: Abseits des sportlichen Erfolges ist es die große Leistung der nun beim MSV handelnden Personen, einschließlich der Mannschaft, die Fans zurück ins Boot geholt haben. Das erschien zu diesem Zeitpunkt der vergangenen Abstiegssaison als nahezu undenkbar. Nach vielen tristen Jahren macht die Entwicklung der letzten Monate deutlich, wie viel Potenzial in Duisburg und Umgebung vorhanden ist, Begeisterung für den MSV Duisburg zu erzeugen.