Jakob Bookjans schied beim 4:0-Sieg des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg beim SSV Jahn Regensburg am Sonntag bereits in der 13. Minute verletzt aus. Mannschaftsarzt Peter Kaup packte den Mittelfeldspieler wenig später in sein Auto, um zeitnah in der Buchholzer Unfallklinik Untersuchungen vorzunehmen. Am Montagmittag stand dann die bittere Diagnose fest.

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Wie der MSV Duisburg am Montag mitteilte, erlitt Jakob Bookjans eine schwerwiegende Verletzung am linken Unterschenkel und muss sich einer Operation unterziehen. Nach Vereinsangaben wird der 25-Jährige den Zebras mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen.

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Es war der frühe Schockmoment in einem Spiel, das später zur Duisburger Gala wurde. Der Regensburger Christian Kühlwetter rauschte im Mittelfeld an der Seitenlinie mit gestrecktem Bein in den Duisburger Spieler hinein. Bookjans ging nieder, die Schmerzen waren ihm auch aus der Distanz anzusehen. Schiedsrichter Daniel Bartnitzki aus Erfurt zögerte nicht lange und zeigte Kühlwetter die Rote Karte. Der MSV spielte fortan in Überzahl – auf diesen Vorteil hätten sie angesichts der schweren Verletzung des Ex-Oldenburgers lieber verzichtet.

Ich fand es sehr gut, dass Kühlwetter sich in der Kabine bei Bookjans entschuldigt hat. Das ist nicht selbstverständlich.

Dietmar Hirsch, MSV-Trainer

Nicht nur die Duisburger waren geschockt, auch die Regensburger waren entsetzt. Christian Kühlwetter entschuldigte sich nach der Partie bei den Meiderichern. MSV-Trainer Dietmar Hirsch zollte dem Ex-Heidenheimer dafür großen Respekt. „Ich fand es sehr gut, dass Kühlwetter sich in der Kabine bei Bookjans entschuldigt hat. Das ist nicht selbstverständlich.“

Hier war noch alles gut: der Duisburger Jakob Bookjans im Zweikampf mit dem Regensburger Andreas Geipl.
Hier war noch alles gut: der Duisburger Jakob Bookjans im Zweikampf mit dem Regensburger Andreas Geipl.© firo Sportphoto | Marcel Engelbrecht

Jakob Bookjans hatte beim 2:1-Auftaktsieg über den VfB Stuttgart II zunächst auf der Bank gesessen und kam in der 71. Minute für Christian Viet ins Spiel. In Regensburg stand der Blondschopf nun in der Startelf. Nach der verletzungsbedingten Auswechslung kam Simon Symalla für ihn in die Partie und erzielte wenig später das 2:0 für die Zebras. Der Joker stach, hätte aber im Nachhinein auf die traurigen Begleitumstände gerne verzichtet.

Wie vor zwei Jahren mussten die Zebras nun schon früh eine bittere Verletzung eines Leistungsträgers hinnehmen. Damals zogen sich Niklas Kölle (in Freiburg) und eine Woche später Thomas Pledl (gegen 1860 München) früh in den Spielen schwere Schulterverletzungen zugezogen, die sie monatelang ausbremsen sollten.

Auch Außenverteidiger Can Coskun musste in Regensburg vorzeitig vom Platz. „Alles hat zugemacht“, berichtete der 27-Jährige nach der Partie über multiple muskuläre Probleme, die aber nicht schwerwiegender Natur sein dürften.