Die Mitarbeiter der Stadionregie diskutierten vor dem Spiel, ob es Sinn machen würde, den Mennrather Torjingle hochzuladen – für den Fall der Fälle. Mit einem Treffer der Landesliga-Fußballer des SC Victoria rechneten sie dabei aber nicht. Ein Sponsor hatte noch 200 Euro pro Mennrather Tor für die Mannschaftskasse ausgelobt. Kein Geld, kein Jingle: Drittligist MSV Duisburg setzte sich im Erstrundenspiel des Niederrheinpokals im Rheydter Grenzlandstadion mit 7:0 (4:0) durch.

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MSV-Trainer Dietmar Hirsch bot mit Innenverteidiger Tobias Fleckstein nur einen Spieler aus der vermeintlichen ersten Garde auf. Mert Göckan, von muskulären Beschwerden genesen, feierte sein Pflichtspieldebüt und bearbeitete die defensive Außenbahn. Mittelfeldspieler Leon Müller erhielt einen Kaderplatz und saß beim Anpfiff auf der Bank.

Die Mennrather präsentierten sich als nette Gastgeber. Vor dem Match spielten sie die MSV-Hymne. Beide Teams liefen zu Hells Bells ins Stadion ein. Die Einlaufkids ließen weiße und schwarze Luftballons – die Vereinsfarben der Victoria – in die Luft steigen.

Mennrath versteckte sich nicht und spielte mutig. Kapitän Paul Szymanski zog in der achten Minute ab, verfehlte das Tor aber deutlich. Der MSV sorgte aber schnell für klare Verhältnisse. Das erledigte Thilo Töpken mit einen Doppelpack. In der 15. Minute traf er auf Zuspiel von Mert Göckan zum 1:0 für den MSV. Sieben Minuten später erhöhte der frühere Aachener auf 2:0. Den Assist verdiente sich Niklas Jessen.

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Die Zebras machten weiter Druck, verpassten es aber, schnell eine höhere Führung herauszuspielen. Im letzten Drittel fehlte oft die Präzision. Jannik Zahmel vergab in der 33. Minute das 3:0, indem er die Kugel frei vor dem Kasten neben das Tor setzte. Vier Minuten später traf dann aber Dennis Borkowski per Foulelfmeter – der Mennrather Samy Forestal hatte ihn zuvor zu Fall gebracht – für die Gäste. In der ersten Minute der Nachspielzeit sorgte Conor Noß für den 4:0-Halbzeitstand.

Die Duisburger (von links) Max Dittgen, Conor Noß und Dennis Borkowski beim Torjubel.
Die Duisburger (von links) Max Dittgen, Conor Noß und Dennis Borkowski beim Torjubel.© FUNKE Foto Services | Thorsten Tillmann

Dietmar Hirsch brachte zur zweiten Halbzeit mit Leon Müller und Jesse Tugbenyo für Tobias Fleckstein und Dennis Borkowski zwei frische Spieler. So kam Müller auch zu seinem Pflichtspieldebüt in dieser Saison. Florian Egerer spielte nun, wie bereits in Vorbereitung, nicht mehr auf der Sechs, sondern in der Innenverteidigung.

Mennrath kam nun kaum noch über die Mittellinie. In der 56. Minute erhöhte Conor Noß auf 5:0 für die Zebras. Für den Iren sowie für Max Dittgen und Thilo Töpken war in der 65. Minute Schluss. Dietmar Hirsch brachte Gabriel Sadlek, Simon Symalla und Tim Heike in die Partie. Heike traf in der 80. Minute zum 6:0 für die Meidericher. Sadlek erzielte sechs Minuten später nach einer Ecke per Kopf das 7:0 und setzte damit den Schlusspunkt.

SC Victoria Mennrath – MSV Duisburg 0:7 (0:4)

SC Victoria Mennrath: Kriukov – Werner (68. Heller), Xenidis, Forestal, Littges, Trützschler – Kubawitz, Lambertz (60. Coulibaly), Küppers (76. Alexandrov) – Szymanski (60. Gogolidze), Minkiti (60. Tiskens).

MSV Duisburg: Paris – Jessen, Fleckstein (46. Müller), Schlicke, Göckan – Egerer – Borkowski (46. Tugbenyo), Dittgen (65. Symalla), Noß (65. Sadlek), Zahmel – Töpken (65. Heike).

Tore: 0:1, 0:2 Töpken (15., 22.), 0:3 Borkowski (37. Foulelfmeter), 0:4, 0:5 Noß (45./+1, 56.), 0:6 Heike (80.), 0:7 Sadlek (86.).
Gelbe Karten: Minkiti, Werner.
Schiedsrichter: Rajkovski (Remscheid).
Zuschauer: 2000.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – SSV Ulm 1846 (3. Liga, Samstag, 23. August, 16.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).

Weiter geht‘s am Samstag in der 3. Liga. Der MSV trifft dann um 16.30 Uhr in der Schauinsland-Reisen-Arena auf Zweitliga-Absteiger SSV Ulm 1846.