Für Jakob Bookjans kann es jetzt nur noch aufwärts gehen. Der Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, der sich im Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg (4:0) vor knapp zwei Wochen eine schwere Unterschenkelverletzung am linken Bein zugezogen hatte, hat sich in dieser Woche erfolgreich seiner Operation unterzogen. Der Eingriff sei erfolgreich verlaufen, wie MSV-Trainer Dietmar Hirsch am Donnerstag bei der Pressekonferenz zum Heimspiel gegen Zweitliga-Absteiger SSV Ulm 1846 (Samstag, 16.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena) berichtete.

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In den nächsten sechs Wochen darf Bookjans das Bein nicht belasten. Danach wird sich der 25-Jährige einem weiteren Eingriff unterziehen. Dann steht die Entfernung einer Schraube am Fuß auf dem Plan, so Hirsch. Es wird eine Reha folgen. Prognosen sind schwierig, aber der Coach hofft, dass der offensive Mittelfeldspieler im Januar wieder auf dem Trainingsplatz stehen wird. Hirsch, der keinen Druck auf den Kicker, der eine wichtige Rolle spielt, ausüben möchte: „Jetzt drücken wir die Daumen, dass er gutes Heilfleisch hat.“

Wenn gar nichts klappt, bricht für mich auch keine Welt zusammen.

Dietmar Hirsch, MSV-Trainer

Einen Ersatz für Bookjans sucht der MSV auf dem Spielermarkt nicht. Im Mittelfeld sind die Zebras breit aufgestellt. Auf der Agenda steht aber weiterhin die Verpflichtung eines weiteren Stürmers. Die Dinge sind dabei offenbar ins Stocken geraten. „Es ist derzeit nicht so, wie wir uns das vorstellen. Das kann noch ein bisschen dauern. Wir sind guter Dinge, dass da noch etwas passiert, aber man braucht echt Geduld“, so Hirsch. Der Trainer will seinen Kader im Angriff breiter aufgestellt wissen.

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Mit Tim Heike und Thilo Töpken sind derzeit „zwei Box-Mittelstürmer“, wie es Hirsch formuliert, bei den Zebras am Start. Die Verantwortlichen prüfen derzeit, welcher Spielertyp in dieses Konstrukt passen könnte. Zeit für eine Verpflichtung besteht noch bis zum 1. September. Hirsch sagt zu diesem Thema auch: „Wenn gar nichts klappt, bricht für mich auch keine Welt zusammen.“

Für Abwehrspieler Moritz Montag und Mittelfeldspieler Jonas Michelbrink bleiben die Perspektiven weiterhin schlecht. Beide durften in der vergangenen Woche beim 19:0-Testspielsieg beim B-Ligisten SV Wanheim 1900 rund 30 Minuten spielen. Das war in erster Linie eine „Goodwill-Aktion“. Der MSV respektiert Verträge, wie der Trainer unterstreicht. Klar ist aber auch, dass der Klub beiden bei einem Vereinswechsel keine Steine in den Weg legen würde. Hirsch: „Ich habe den Spielern gesagt, dass es schwierig wird. Das müssen die Spieler und ihre Berater entscheiden.“