Keine Tore im Spitzenspiel vor einer starken und emotionalen Kulisse im Ludwigspark! Der MSV Duisburg, Tabellenführer in der 3. Fußball-Liga, spielte beim Verfolger 1. FC Saarbrücken am Dienstagabend 0:0. Die Zebras können mit diesem Punkt gut leben und den Verfolger auf Distanz halten. In der Schlussphase hatten die Meidericher sogar noch mehrere hochkarätige Chancen auf den Siegtreffer.

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Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt 04 nahm Trainer Dietmar Hirsch eine Veränderung in der Startformation vor. Jesse Tugbenyo durfte auf der linken Seite für Mert Göckan beginnen. Patrick Sussek blieb auch diesmal zunächst auf der Bank.

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Die Partie war vom Start weg angepeitscht und vor einer Kulisse mit 14.601 Fußballverrückten umkämpft. Nach drei Minuten holte Bulic den ersten Freistoß heraus. Diesen brachte Hahn auch aufs Tor, Menzel hatte im Kasten der Hausherren jedoch keine Probleme. Deutlich gefährlicher wurde es zehn Minuten später auf der anderen Seite. Florian Pick nagelte die Kugel aus halbrechter Position aus 19 Metern ans Lattenkreuz. Dem MSV ging in der Offensive zunächst die Zielstrebigkeit ein wenig abhanden. Und hinten schlichen sich kleine Konzentrationsfehler ein.

Jesse Tugbenyo erhielt einen Platz in der Startelf des MSV Duisburg.
Jesse Tugbenyo erhielt einen Platz in der Startelf des MSV Duisburg.© imago/Jan Huebner | IMAGO/Ralf Brueck

In der 20. Minute landete ein Pass von Viet am eigenen Strafraum bei Kamara, der Schmidt in die Spur schickte. Das Geschoss des Saarbrücker Stürmers landete jedoch am Außennetz, auch wenn weite Teile des Ludwigsparks bereits den Führungstreffer bejubelten. Die Hausherren zogen nun das Tempo an, aber so richtig gefährlich wurden sie auch nicht. Kurz vor der Pause musste Tugbenyo einen Freistoß von Pick in höchster Not mit dem Kopf klären, aber ansonsten hielt die Defensive der Zebras stand.

Dietmar Hirsch reagierte zehn Minuten nach Wiederanpfiff mit einem Doppelwechsel. Thilo Töpken und Patrick Sussek kamen für Florian Krüger und Jesse Tugbenyo in die Partie. Die Zweikampfschlacht im Mittelfeld ging jedoch weiter. Nach einer Stunde legte Bulic die Kugel auf Sussek ab, dessen Abschluss blieb zunächst an einem Saarbrücker hängen. Den zweiten Versuch jagte Viet deutlich übers Tor. Die Gäste investierten aber nun mehr in der Offensive. Doch Symallas Schuss in der 66. Minute landete in den Wolken.

Der Duisburger Simon Symalla (links) im Duell mit Till Schumacher.
Der Duisburger Simon Symalla (links) im Duell mit Till Schumacher. © IMAGO/Fussball-News Saarland | Fabian Kleer

In der 70. Minute stellte MSV-Keeper Max Braune, der zuvor kaum gefordert war, seine Klasse unter Beweis. Florian Pick setzte sich gegen die Duisburger Abwehr durch und tauchte frei vor dem Keeper auf. Braune war aber mit einem starken Reflex in der Eins-gegen-Eins-Situation zur Stelle. Zwei Minuten später kam es zu einem erneuten Duell zwischen den beiden Strategen – dies aber auf kuriose Weise. Max Braune war bei einer Abwehr weit vorgerückt, die Duisburger verloren aber den Ball. Das Duisburger Tor war verwaist, und Florian Pick hielt aus über 40 Metern einfach drauf. Braune eilte zurück, die 1200 MSV-Fans unter den 14.601 Zuschauerinnen und Zuschauern bangten. Der Ball landete aber neben dem Tor. Braune wäre nicht drangekommen.

In der 77. Minute hätte die Duisburger Führung fallen können, wenn nicht müssen. Erst scheiterte Joshua Bitter aus kurzer Distanz am Saarbrücker Keeper Phillip Menzel, der den Ball nur wegfausten konnte. Conor Noß stand bereit, brachte den Ball aus einem Meter jedoch nicht im Tor unter. FCS-Abwehrspieler Lasse Wilhelm kratzte den Ball von der Linie. Eine bessere Chance bekommt man kaum. Zwei Minuten später vergab Can Coskun aus aussichtsreicher Position die Führung. Und in der 83. Minute setzte Patrick Sussek einen Kopfball neben das Tor.

1. FC Saarbrücken – MSV Duisburg 0:0

1. FC Saarbrücken: Menzel – Wilhelm, Sonnenberg, Bichsel – Multhaup, Kamara (85. Zeitz), Rabihic (69. Civeja), Schumacher – Pick, Elongo-Yombo (85. Caliskaner) – Schmidt (69. Brünker).

MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun –Tugbenyo (59. Sussek), Bulic – Symalla (86. Meuer), Viet (74. Göckan), Noß – Krüger (59. Töpken).

Gelbe Karten: Schmidt (44.), Schumacher (54.), Pick (65.), Kamara (66.) – Bulic (26.),
Schiedsrichter: Fuchs (Bergisch Gladbach).
Zuschauer: 14.601.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – FC Hansa Rostock (Freitag, 3. Oktober, 19 Uhr, Schauinsland-Reisen-Arena).

Weiter geht es für den MSV Duisburg am Freitag mit dem nächsten Kracherspiel. Um 19 Uhr treffen die Zebras in der Schauinslandreisen-Arena auf den FC Hansa Rostock. Bis zum Dienstag-Nachmittag hatte der MSV für diese Partie 23.286 Tickets verkauft. Rund 3500 Schlachtenbummler kommen aus Rostock. Aufgrund behördlicher Vorgaben liegt das Fassungsvermögen in der Duisburger Arena am Freitag bei 27.500 Plätzen. Das könnte ein ausverkauftes Haus geben.