Das war eine kuriose Angelegenheit! Beim 3:1 (3:0)-Sieg des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg beim Oberligisten KFC Uerdingen am Mittwochabend fiel in der 38. Minute in der Grotenburg ein Teil des Flutlichtes aus. Auf dem Bolzplatz wäre es früher weitergegangen, aber ein Landespokalspiel ist eine ernsthafte Angelegenheit. Schiedsrichter Davide Zeisberg aus Solingen schickte beide Mannschaften vorzeitig in die Kabine. Die restliche Zeit der ersten Hälfte ließ er nach der Pause nachholen.
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In der 38. Minute verfinsterte sich plötzlich ein Teil des Stadions. Ein Flutlichtmast und die Beleuchtung auf beiden Tribünen war ausgefallen. Kurze Zeit später stand fest. Eine 200-Ampere-Sicherung war durchgeknallt. Elektriker mussten anrücken und den Schaden reparieren. „So eine große Sicherung trägst du ja nicht eben mal in der Handtasche mit dir rum“, sagte später ein KFC-Mitarbeiter. Ungewöhnlich: Während der Reparaturarbeiten brachen auch die mobilen Netzte auf der Haupttribüne zusammen. Journalistinnen und Journalisten konnten zwischenzeitlich nicht arbeiten.
Die Elektriker erledigten ihren Job. Nach der vorgezogenen Halbzeitpause ging es weiter. „Der Schiedsrichter hatte uns das als Möglichkeit angeboten“, erklärte MSV-Trainer Dietmar Hirsch nach der Partie. So holten beide Teams die verbliebenen acht Minuten aus dem ersten Durchgang nach, ehe Schiri Davide Zeisberg zum zweiten Mal abpfiff. Diesmal gab es keine Pause. Die Teams wechselten schnell die Seiten, und dann ging es in die dritte Runde.

„So etwas habe ich noch nicht erlebt“, sagte MSV-Verteidiger Can Coskun nach der Partie. Beeinträchtigen ließen sich die Duisburger vom Flutlicht-Wirrwarr nicht. Das Hirsch-Team spielte souverän seinen Stiefel herunter. Joshua Bitter traf in der 16. Minute nach einem Freistoß von Conor Noß zum 1:0 für den MSV. Drei Minuten später erhöhte Christian Viet per Handelfmeter auf 2:0.
Dietmar Hirsch freute sich über zwei Standardtore, KFC-Coach Julian Stöhr ärgerte sich darüber, dass seine Mannschaft da nicht konsequent verteidigt hatte. Thilo Töpken machte mit einem Kopfball „zwischen den Halbzeiten“ aus Sicht des MSV alles klar. Dem KFC gelang am Ende nur noch Ergebniskosmetik. In der 86. Minute knallte Yasin-Cemal Kaya den Ball aus der Distanz in den Winkel. Dietmar Hirsch nutzte dies, um den Gegner zu trösten: „Das war der schönste Treffer des Tages.“
Ansonsten beklagte der Duisburger Coach, dass seine Mannschaft das Spiel in der zweiten Halbzeit zu sehr verwaltet hätte.



