Der MSV Duisburg zeigte die Reaktion, auf die Trainer Dietmar Hirsch und die Fans gewartet hatten. Der Fußball-Drittligist besiegte am Samstag den TSV Alemannia Aachen vor 28.119 Zuschauerinnen und Zuschauern (darunter nach offizieller Lesart 4758 Gäste-Fans) mit 3:1 (3:0). Die Zebra-Fans feierten ihre Mannschaft.

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Trainer Dietmar Hirsch nahm gegenüber der 1:4-Niederlage in Hoffenheim zwei Änderungen in der Startaufstellung vor. Für Mert Göckan un d Tim Heike kamen Christian Viet und Steffen Meuer ins Team. Kurios und bezeichnend: Keiner der „hauptamtlichen“ Stürmer stand in der Startelf. Auf der Bank saßen Tim Heike, Thilo Töpken und Andy Visser. Florian Krüger fehlte erkrankt.

Das Spiel begann auf den Rängen weitgehend ruhig. Die Fans protestierten in den ersten zwölf Spielminuten erneut mit Schweigen gegen die Pläne der Innenminister-Konferenz. Die Aachener Schlachtenbummler taten sich schwer damit, die ersten Angriffsbemühungen der Zebras quittierten sie mit Pfeifkonzerten. In der siebten Minute war auf Duisburger Seite Jubel aber erlaubt und ausdrücklich erwünscht. Nach einen Zuspiel von Christian Viet knallte Conor Noß den Ball zum 1:0 in den Winkel. Der Ire verbuchte seinen sechsten Saisontreffer.

Conor Noß (rechts) brachte den MSV Duisburg mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Aachen früh auf Kurs
Conor Noß (rechts) brachte den MSV Duisburg mit seinem Treffer zum 1:0 gegen Aachen früh auf Kurs© FUNKE Foto Services | Jakob Klos

Nach zwölf Minuten meldeten sich die Fans beider Lager mit Wucht zurück. Die Aachener zündeten viel Pyrotechnik, die Duisburger Arena versank in gelben Nebelschwaden. Schiedsrichter Max Burda unterbrach die Partie. Erst nach gut fünf Minuten rollte der Ball wieder.

Den kompletten Durchblick hatte Burda danach aber noch nicht. In der in der 24. Minute spielte MSV-Spieler Leon Müller den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand. Es hätte Elfmeter für Aachen geben müssen. Doch der Schiri ließ weiterlaufen.

In der 33. Minute legten die Zebras nach: Steffen Meuer erhöhte per Kopf auf 2:0. Conor Noß hatte den Angriff im Mittelfeld eingeleitet. Der 24-Jährige setzte Can Coskun in Szene, dessen Flanke nahm Meuer per Kopf, der Aachener Danilo Wiebe lenkte die Kugel noch unhaltbar ab. Fünf Minuten später war Meuer nach einer Bitter-Flanke erneut mit dem Kopf zur Stelle, verfehlte das Tor aber knapp. In der 40. Minute setzte Leon Müller die Kugel aus 17 Metern über den Aachener Kasten.

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Der MSV war auch nach der Pause das dominierende Team. Joshua Bitter kam nach einem Coskun-Freistoß zum Kopfball-Abschluss. Der Aachener Keeper Jan Olschowsky hatte aber keine Probleme, den Ball zu parieren (51.). In der 58. Minute konnte der Torwart den Ball nach einer Bitter-Flanke nur zur Seite fausten. Patrick Sussek rutschte aber weg und konnte die Gelegenheit nicht nutzen.

In der 62. Minute meldeten sich die Aachener mal zu Wort. Lars Gindorf setzte einen Freistoß aus 18 Metern über das Duisburger Tor. Insgesamt waren die Gäste in der Phase in der Offensive viel zu harmlos, um etwas bewegen zu können. Der MSV war in der Komfortzone unterwegs. Die Zebras konnten aufgrund der deutlichen Führung befreit aufspielen.

In der 73. Minute wechselte MSV-Trainer Dietmar Hirsch zum ersten Mal in dieser Partie. Mert Göckan und Jesse Tugbenyo kamen für Joshua Bitter und Steffen Meuer. Dann konnten die Gäste aber doch noch Ergebniskosmetik betreiben. Faton Ademi verkürzte in der 80. Minute aus Aachener Sicht auf 1:3. In der Nachspielzeit verhinderte MSV-Torwart Max Braune mit einer starken Fußabwehr einen weiteren Treffer der Gäste.

MSV Duisburg – Alemannia Aachen 3:1 (3:0)

MSV Duisburg: Braune – Bitter (73. Göckan), Fleckstein, Hahn, Coskun – Müller, Bulic (81. Dittgen) – Noß, Viet (81. Töpken), Sussek – Meuer (73. Tugbenyo).

Alemannia Aachen: Olschowsky – Nadjombe (82. Elekwa), Wegmann, Wiebe, Strujic (79. Scepanik) – Lorch (67. Ademi), Loune (67. Heister) – Bahn, Gindorf, Schoers – Castelle (46. Richter).

Tore: 1:0 Noß (7.), 2:0 Meuer (33.), 3:0 Coskun (41.), 3:1 Ademi (80.).
Gelbe Karten: Meuer, Bitter (5., gesperrt), Hahn, Müller, Tugbenyo – Lorch, Nadjombe, Elekwa.
Schiedsrichter: Burda (Berlin).
Zuschauer: 28.119.

So geht‘s weiter: FC Energie Cottbus – MSV Duisburg (Samstag, 6. Dezember, 14 Uhr, Stadion der Freundschaft).

Weiter geht‘s für den MSV Duisburg mit dem Auswärtsspiel beim FC Energie Cottbus am Samstag, 6.. Dezember (14 Uhr, Stadion der Freundschaft.). Rechtsverteidiger Joshua Bitter wird den Zebras dann fehlen. Er kassierte seine fünfte gelbe Karte und ist für eine Partie gesperrt.