Die Plakate versprechen viel Spaß: Spareribs-Abend, Mallorca-Ski-Party, Roland Kaiser, Andrea Berg. In der Arena in Aspach und in den angrenzenden Blockhütten ist in den nächsten Wochen und Monaten viel los. Die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg gönnten ihren Fans bereits am Sonntag eine Zebra-Sause. Die Meidericher starteten in Aspach gegen die U21 des VfB Stuttgart perfekt in die Rückrunde. Vor 1700 Zuschauerinnen und Zuschauern siegte der MSV 4:0 (0:0) und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz.
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Nur zwei Stürmer standen am Sonntag im Kader der Meidericher. Trainer Dietmar Hirsch nominierte Neuzugang Tyger Lobinger erwartungsgemäß für die Startelf. Florian Krüger saß auf der Bank. Auch Conor Noß musste sich mit der Reservistenrolle begnügen. Die Doppelsechs bildeten Rasim Bulic und Neuzugang Aljaz Casar. Jesse Tugbenyo ersetzte den verletzten Christian Viet auf der Zehn. Auf den offensiven Außenbahnen waren Max Dittgen und Patrick Sussek unterwegs. Dennis Borkowski durfte sich nach langer Verletzungspause über einen Kaderplatz freuen und kam in der Schlussphase ins Spiel.
Die Duisburger Fans setzten in Aspach von Beginn an auf Offensive. Gut 1000 MSV-Anhänger sorgten in dem beschaulichen und schmucken Stadion für eine Duisburger Heimspielatmosphäre. Im Stuttgarter „Block“ standen rund 20 Fans. Sie schwenkten tapfer eine Fahne, die „Remsecker Rabauken“ hatten zudem ihr Transparent aufgehängt. Die VfB-Profis waren am Sonntag in der Bundesliga gefordert. Da setzten die Anhänger der Schwaben entsprechend ihre Prioritäten.

Die Stuttgarter verbuchten die erste Chance in der Partie. Samuele di Benedetto hielt in der 16. Minute aus 18 Metern drauf, setzte den Ball aber links neben den Duisburger Kasten. Auf Duisburger Seite stand Tyger Lobinger im Fokus. Der neue Stürmer soll die Flaute der Angreifer beenden. In der Anfangsphase scheiterten zwei Abschlussversuche. Den ersten gefährlichen Schuss auf das VfB-Tor setzte Patrick Sussek in der 24. Minute ab. Nach einer abgewehrten Ecke nahm er den Ball direkt, traf jedoch weit über das Tor. Sechs Minuten später setzte sich Joshua Bitter auf der rechten Seite stark durch, sein Pass dicht vor das Stuttgarter Tor fand jedoch keinen Abnehmer.
Max Braune hält den MSV im Spiel
Auf der Gegenseite rettete MSV-Kapitän Ali Hahn in der 34. Minute in großer Not gegen Justin Diehl zur Ecke. Fünf Minuten später bewahrte MSV-Keeper Max Braune die Zebras vor einem Rückstand. Bei einem wuchtigen Schuss von Dominik Nothnagel war er mit den Fäusten zur Stelle. In der 41. Minute fischte Braune den Ball nach einem Schuss von Justin Diehl aus dem Winkel. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte Tyger Lobinger im Anschluss an einen Freistoß einen Kopfball über das Tor.

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Nach einer mäßigen ersten Halbzeit wollten die Zebras nach der Pause mehr Druck ausüben. Stürmer Tyger Lobinger setzte unmittelbar nach Wiederbeginn mit einem satten Distanzschuss ein Zeichen. VfB-Torwart Florian Hellstern war aber auf dem Posten. In der 53. Minute passte für den MSV dann aber alles. Tyger Lobinger schaltete bei einem zu lasch gespielten Pass des Stuttgarter Keepers blitzschnell, eroberte die Kugel und spielte den Ball von der rechten Seite vor das Tor. Dort stand Patrick Sussek, der aus kurzer Distanz zum Duisburger 1:0 traf. Sussek hatte zuvor nur wenige Akzente setzen können.
Tyger Lobinger hatte in der 60. Minute Glück, dass er nicht seine fünfte gelbe Karte kassierte: Er foulte Dominik Nothnagel so schwer, dass der VfB-Kapitän nicht mehr weiterspielen konnte. In der 65. Minute verpassten die Zebras das 2:0. Die Stuttgarter konnten im eigenen Strafraum mehrfach nicht klären. Letztlich lenkte Torwart Hellstern einen 16-Meter-Schuss von Aljaz Casar zur Ecke.

In der 69. Minute kam auf Duisburger Seite Conor Noß für Max Dittgen ins Spiel. Tyger Lobinger war nach einem weiteren Foul schon angezählt. Gut, dass Trainer Dietmar Hirsch ihn auf dem Feld gelassen hatte. In der 72. Minute setzte Noß den Ex-Kölner mit einem langen Pass in Szene. Lobinger lief alleine auf das VfB-Tor zu, behielt die Nerven und traf zum 2:0 für den MSV. Tyger Lobinger feierte seinen ersten Treffer für den MSV mit einen Salto.
In der 84. Minute verließen die beiden Torschützen den Platz. Die Fans gönnten ihnen einen Sonderapplaus. Aber es kam noch was: Joshua Bitter köpfte nach einer Ecke zum 3:0 ein. Jesse Tugbenyo traf in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 4:0.
VfB Stuttgart II – MSV Duisburg 0:4 (0:0)
VfB Stuttgart II: Hellstern – Glück, Nothnagel (63. Groiß), Herwerth, Darvich (46. Olivier) – Catovic (63. Sessa), di Benedetto, Diehl (46. Meyer), Spalt (78. Sankoh), Penna – Ouro-Tagha.
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun – Casar, Bulic (77. Müller) – Dittgen (69. Noß), Tugbenyo, Sussek (84. Borkowski) – Lobinger (84. Krüger).
Tore: 0:1 Sussek (53.), 0:2 Lobinger (72), 0:3 Bitter (90.), 0:4 Tugbenyo (90./+6).
Gelbe Karten: Nothnagel – Bulic., Borkowski.
Schiedsrichter: Behrens (Berlin).
Zuschauer: 1900.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – SSV Jahn Regensburg (Samstag, 24. Januar, 16.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).
Weiter geht‘s für den MSV mit dem ersten Heimspiel des Jahres gegen den SSV Jahn Regensburg am Samstag, 24. Januar, 16.30 Uhr, in der Schauinslandreisen-Arena.




