Ob das sogenannte Förderspiel des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg gegen den Oberligisten SpVg Schonnebeck tatsächlich nennenswerte Erkenntnisse zutage förderte, das bleibt abzuwarten. Die Partie unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte aber durchaus ihre Momente. Zunächst: Die Zebras gewannen im Meidericher Regen gegen den fünftklassigen Sparringspartner aus Essen mit 5:0 (0:0). MSV-Trainer Dietmar Hirsch sprach nachher von „einem guten Spiel gegen einen starken Oberligisten“.
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Was den Test besonders machte: Nach einer Stunde ermöglichte Trainer Dietmar Hirsch ein Comeback. Simon Symalla kehrte zurück auf den Platz. Seit dem 1. November war der Mann für den rechten Flügel nach einem Riss des Syndesmosebandes außer Gefecht. In dieser Woche stieg der 20-Jährige wieder voll ins Mannschaftstraining ein und bekam nun auch gleich seine ersten Praxisminuten. Symalla nutzte seine „halbe Stunde“ ausgiebig: Die Offensivkraft traf gleich doppelt. Erst in der 83. Minute zum 3:0. Da konnte man sehen: Das Talent ist nach wie vor schnell auf den Beinen unterwegs. Sechs Minuten später legte Symalla nach und war dann auch am 5:0 (90.) beteiligt. Nach einem Foul an ihm verwandelte Florian Krüger den fälligen Elfmeter zum Endstand.
MSV: Zwei U19-Spieler bekommen in der zweiten Halbzeit ihre Chance
Die weiteren Tore erzielten Dennis Borkowski (51.), ebenfalls per Strafstoß. Andy Visser (75.) trug sich mit dem 2:0 in den Spielberichtsbogen ein. Kurios: In der Liga warten die Zebras auf einen Elfmeterpfiff zu ihren Gunsten. Dietmar Hirsch beklagt das bei passender Gelegenheit. Gegen den Tabellenzweiten der fünften Klasse durften die Meidericher nun zweimal vom Punkt ran. Auch das wollte also geübt werden.

Der Trainer nutzte die Partie, um seinen Bankdrückern und Tribünensitzern Spielpraxis zu ermöglichen: Thilo Töpken, Tim Heike und Florian Egerer, zuletzt nicht im Kader, standen in der Startelf. Andy Visser, ebenfalls gegen Regensburg nicht im Aufgebot, kam nach 60 Minuten für Thilo Töpken. Im Tor stand zunächst Julius Paris. Nach der Pause übernahm der ebenfalls lange verletzte Omer Hanin den Job. Aus der U19 kamen Finn Meurer und Yannik Scholl in der zweiten Halbzeit zum Einsatz. Probespieler Dominik Becker absolvierte die kompletten 90 Minuten. Der Innenverteidiger, zuletzt für Saarbrücken am Ball, kann damit aufwarten, dass die Zebras einmal mehr zu Null gespielt hatten.
Trainer vom SpVg Schonnebeck ist Bruder von einer MSV-Legende
Was mögliche Varianten für den Ausfall des mit der fünften Gelben Karte gesperrten Can Coskun auf der linken Seite angeht: Niklas Jessen übernahm den Part als rechter Verteidiger. Der 19-jährige Gabriel Sadlek verteidigte auf der linken Bahn. Das wird er vermutlich beim Auswärtsspiel am Sonntag gegen den SSV Ulm nicht tun. Trainer Dietmar Hirsch merkte nach der Partie an, dass durchaus auch ein Rechtsfuß auf der linken Abwehrseite spielen könnten. Somit wäre Dauerbrenner Joshua Bitter, der ansonsten auf der rechten Seite aufräumt, der Kandidat für die linke defensive Außenbahn. Niklas Jessen könnte demnach am Sonntag auf der rechten Abwehrseite unterwegs sein.
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Zum Abschluss: Die SpVg Schonnebeck wird von Dirk Tönnies trainiert. Der Coach ist der Bruder des 2017 verstorbenen Kult-Torjägers Michael Tönnies. Dirk Tönnies sagte nach dem Spiel: „Wir freuen uns immer wieder, wie sehr alle beim MSV noch an Michael denken.“ Am Montag war der Todestag von Michael Tönnies.

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MSV: Paris (46. Hanin) – Jessen, Becker, Schlicke, Sadlek – Egerer (46. Meurer), Müller – Borkowski (60. Symalla) Meuer (46. Scholl), Müller – Töpken (60. Visser), Heike (46. Krüger)
Tore: 1:0 Borkowski (51., Elfmeter), 2:0 Visser (75.), 3:0, 4:0 Symalla (83., 89.), 5:0 Krüger (90., Elfmeter).





