Der dichte Nebel in Ulm hatte sich rechtzeitig verzogen. Die Spitze des Münsters, mittlerweile nur noch zweithöchster Kirchturm der Welt hinter der Sagrada Familia in Barcelona (was viele Ulmer wurmt), war am Sonntag zu sehen. Die Drittliga-Fußballer des MSV Duisburg befanden sich im Donaustadion vor 9063 Zuschauerinnen und Zuschauern trotzdem über weite Strecken im Blindflug. Die Zebras kassierten mit dem 0:1 (0:1) beim SSV Ulm 1846 die erste Rückrunden-Niederlage.

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MSV-Trainer Dietmar Hirsch setzte auf der linken Verteidiger-Position auf den Youngster. Gabriel Sadlek (19), zuvor ohne Einsatzminute im Liga-Betrieb, vertrat den gelb-gesperrten Can Coskun. Conor Noß kam für den verletzten Max Dittgen in die Startelf. Simon Symalla stand erstmals seit dem 1. November wieder im Kader. Stürmer Thilo Töpken gehörte zum ersten Mal in der Rückrunde dem Aufgebot an. Bei den Ulmern stürmte Leon Dajaku. Er hatte am 1. Juli 2020 den Zebras mit seinem Treffer zum 2:2 für den FC Bayern München II den Aufstieg in die 2. Bundesliga vermasselt.

Der MSV verbuchte die erste Chance bereits in der ersten Minute. Conor Noß flankte von der rechten Seite, im Zentrum verpasste Tyger Lobinger jedoch den Ball. In der siebten Minute köpfte Lobinger nach einer Sussek-Ecke über das Tor. Eine Minute später kam der Ulmer Dennis Chessa aus kurzer Distanz nicht an den Ball. Beim folgenden Angriff parierte MSV-Torwart Max Braune einen Schuss von Abu El-Zein. In der 15. Minute klärte Braune gegen Ali Hahn. Nach einer scharfen Hereingabe von Leon Dajaku prüfte der MSV-Kapitän aus vier Metern unfreiwillig seinen Keeper. Der MSV hatte dabei doppelt Glück. Tobias Fleckstein verübte ein elfmeterwürdiges Foul. Schiedsrichter Sebastian Hilsberg entschied jedoch auf Eckstoß.

Fussball, Saison 2025/2026, 3. Liga, Donaustadion Ulm, 22. Spieltag, SSV Ulm 1846 Fußball - MSV Duisburg, 01.02.2026
Ex-Zebra-Coach Pavel Dotchev (links), nun beim SSV Ulm 1846 in der Verantwortung, begrüßte MSV-Trainer Dietmar Hirsch mit viel Herzlichkeit.© Imago | Lucca Fundel

In der 27. Minute gingen die Spatzen – verdient – in Führung. Leon Dajaku flankte von der linken Seite, und Abu El-Zein köpfte zum 1:0 für die Ulmer ein. MSV-Abwehrchef Ali Hahn sah in dieser Situation schlecht aus, er stand zu weit vom SSV-Stürmer weg. Nach vier Partien ohne Gegentor musste Max Braune erstmals wieder hinter sich greifen. Insgesamt wackelte die Duisburger Defensive in dieser Phase bedenklich. Das lag weniger an Newcomer Gabriel Sadlek. Ulm kam bevorzugt über die eigene linke Seite, auf der Joshua Bitter Mühe hatte, Dajaku in Schach zu halten. Der „Aufstiegsverderber“ aus dem Jahr 2020 kam immer wieder zum Flanken.

In der 41. Minute verfehlte Max Brandt mit einem Distanzschuss neben das Tor knapp die 2:0-Führung für die Gastgeber. Die gut 1000 MSV-Fans waren zur Halbzeitpause bedient. Das war nichts.

MSV Duisburg: Symalla feiert Liga-Comeback

Zum zweiten Durchgang wechselte MSV-Trainer Dietmar Hirsch doppelt. Rasim Bulic, der blass und rot-gefährdet war, und Jesse Tugbenyo blieben in der Kabine. Leon Müller und Simon Symalla kamen dafür in die Partie. Ulm setzte sofort weitere Spitzen. Max Braune musste zweimal aus kurzer Distanz retten: gegen Max Brandt und gegen Leon Dajaku.

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MSV-Stürmer Tyger Lobinger (links), hier gegen den Ulmer Luca Bazzoli, verbuchte nur wenige Offensivaktionen.© Imago | Lucca Fundel

Dem MSV fiel zunächst nur wenig ein. Conor Noß schoss den Ball in der 57. Minute als erste nennenswerte Offensivaktion der Gäste im zweiten Durchgang weit über das Ulmer Tor. Zwei Minuten später kam Patrick Sussek nach einer schönen Kombination mit Leon Müller aus 15 Metern zum Abschluss und setzte die Kugel nur knapp über die Latte.

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In der 65. Minute folgte der zweite Duisburger Doppelwechsel. Dennis Borkowski und Florian Krüger kamen für Patrick Sussek und Conor Noß. Krüger hatte schnell seine Aktion. SSV-Torwart Max Schmitt musste beim abgefälschten 17-Meter-Schuss des Duisburger Stürmers nachfassen, um den Ball zu sichern. In der 76. Minute erhöhte Dietmar Hirsch das Risiko. Verteidiger Gabriel Sadlek verließ das Feld. Stürmer Thilo Töpken, im Hinspiel der Siegtorschütze, kam in die Partie. Am Ergebnis änderte sich aber nichts mehr.

SSV Ulm 1846 – MSV Duisburg 1:0 (1:0)

SSV Ulm 1846: Schmitt – Meier, Seegert, Dressel, Kölle (77. Mazagg) – Pepic, Bazzoli, Brandt (85. Vukancic), Chessa (90./+2 Vater), Dajaku (77. Löder) – El-Zein (77. Röser).

MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Sadlek (76. Töpken) – Casar, Bulic (46. Müller) – Noß (65. Krüger), Tugbenyo (46. Symalla), Sussek (65. Borkowski) – Lobinger.

Tor: 1:0 El-Zein (27.).
Gelbe Karten: Bazzoli, Meier – Bulic, Hahn (5., gesperrt).
Schiedsrichter: Hilsberg (Mainz).
Zuschauer: 9063.
So geht‘s weiter: MSV Duisburg – SC Verl (Sonntag, 8. Februar, 19.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena).

Weiter geht‘s für den MSV Duisburg am Sonntag, 8. Februar, mit dem Heimspiel gegen den SC Verl (19.30 Uhr, Schauinslandreisen-Arena). Kapitän und Abwehrchef Ali Hahn wird dann fehlen. Er kassierte in Ulm seine fünfte gelbe Karte und ist somit gesperrt.