Der gesperrte Kapitän Alexander Hahn stellte sich am Sonntag in den Fanblock. Der 33-Jährige konnte jubeln, schreien, zittern und feiern. Bei dem Spektakel hätte sich der Verteidiger auf dem Platz sicher wohler gefühlt. Die Fußball-Drittligisten MSV Duisburg und SC Verl lieferten sich ein packendes Duell. Für die Zebras war es eine verrückte Partie gegen starke Gäste! Der MSV siegte 4:2 (3:1) und kletterte auf den zweiten Tabellenplatz.
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Ben Schlicke feierte sein Startelfdebüt in der Innenverteidigung und vertrat damit den gesperrten Abwehrchef Alexander Hahn. Neuzugang Dominik Becker stand kurzfristig nicht als Ersatz zur Verfügung. Der Ex-Saarbrücker hatte sich im Training einen Pferdekuss zugezogen. Can Coskun kehrte nach seiner Gelbsperre auf die linke Verteidiger-Position zurück. Auf dem offensiven Flügel begann Dennis Borkowski für Conor Noß. Simon Symalla kam für Jesse Tugbenyo in die Startformation. Jakob Bookjans, der monatelang mit einer Unterschenkel-Verletzung ausgefallen war, stand wieder im Kader der Zebras. Neuzugang Dominik Kother stand im Kader.
Der MSV verbuchte einen fulminanten Blitzstart. Bereits nach 97 Sekunden lagen die Zebras in Führung. Tyger Lobinger setzte den Ball auf Zuspiel von Aljaz Casar flach ins Netz zur 1:0-Führung. Der Neuzugang in Köln feierte mit einem Salto. Doch die Gastgeber konnten sich nur kurz freuen. Schon in der vierten Minute schlugen die Gäste zurück. Die Duisburger Abwehr war schlecht gestaffelt, und Oualid Mahmidi traf zum 1:1. Eine Minute später hatte Alessio Besio die Gästeführung auf dem Fuß, setzte den Ball jedoch knapp neben das Tor.

Durch den spektakulären Start war direkt viel Feuer in der Partie. Beide Mannschaften spielten mutig nach vorne. Der MSV presste die Gäste bereits am eigenen Strafraum und versuchte, Fehler zu erzwingen. Bei den Meiderichern begann Simon Symalla im zentralen Mittelfeld, tauschte aber später seine Position mit Dennis Borkowski auf dem rechten Flügel. Auch Patrick Sussek machte bei den Rochaden mit. Verl, das mit einer offensiven Dreierkette agierte, kam über viel Tempo und drang immer wieder gefährlich in den Duisburger 16er ein. Alessio Bessio und Berkan Taz kamen in der 20. Minute jeweils zu Abschlüssen.
In der 32. Minute brachte Verl den MSV mit einem Pass ins Zentrum in Not. Joshua Eze kam aus 17 Metern frei zum Schuss, doch Zebra-Torwart Max Braune war auf dem Posten. Eine Minute später packte Braune gegen Timur Gayret zu. Die Ostwestfalen dominierten mittlerweile das Geschehen. Aber im Fußball zählen Tore. In der 35. Minute setzte Simon Symalla Dennis Borkowski in Szene. Verl patzte in der Abwehr, Borkowski behielt die Nerven und traf aus elf Metern zum 2:1 für den MSV. In der 40. Minute zog Borkowski noch einmal ab, der Schuss war aber zu harmlos.

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Für Borkowski war die Partie aber noch vor dem Halbzeitpfiff beendet. Er verletzte sich bei einer Abwehraktion und konnte nicht weitermachen. Für ihn kam Niklas Jessen in der 45. Minute in die Partie. Der MSV verteidigte n un mit einer Fünferkette. In der dritten Minute der Nachspielzeit legten die Zebras nach. Patrick Sussek spielte auf der rechten Seite einen langen Ball auf Tyger Lobinger. Der Stürmer tankte sich durch und knallte die Kugel zum 3:1 ins Verler Netz.

Nach der Pause gab es wieder einen Duisburger Blitzstart. Diesmal dauerte es 93 Sekunden: Patrick Sussek traf aus 17 Metern zum 4:1 für die Zebras. Verl hatte mit Jonas Arweiler gerade einen frischen Stürmer gebracht. Und dann das!
Verl steckte nicht auf und lieferte im Offensivspiel weiterhin beeindruckend reife und starke Spielzüge ab. Der MSV verteidigte mit viel Einsatz und hatte auch zeitweise das notwendige Glück. In der 74. Minute ging Doppeltorschütze Tyger Lobinger unter großem Applaus angeschlagen vom Platz. Für ihn kam Neuzugang Dominik Kother.
Der SC Verl kam noch einmal zurück. In der 74. Minute verkürzte der kurz zuvor eingewechselte Julian Stark auf 4:2. Aus dem Hinspiel wussten alle Beteiligten: Alles ist möglich. In der 78. Minute traf Jonas Arweiler die Latte des Duisburger Tores. Aber es brannte nichts mehr an.
MSV Duisburg – SC Verl 4:2 (3:1)
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Schlicke, Coskun – Casar (73. Tugbenyo), Bulic (64. Müller) – Borkowski (45. Jessen), Symalla (73. Noß), Sussek – Lobinger (64. Kother).
SC Verl: Schulze – Mhamdi, Ens, Fynn Otto (80. Foti), Kijewski – Gayret, Eze (63. Wörner), Waidner –Yari Otto (46. Arweiler), Taz (71. Stark), Besio (80. Wessig).
Tore: 1:0 Lobinger (2.), 1:1 Mhamdi (4.), 2:1 Borkowski (35.), 3:1 Lobinger (45./+3), 4:1 Sussek (47.), 4:2 Stark (74.).
Gelbe Karten: Bulic, Coskun, Schlicke, Sussek – Arweiler, Stark.
Schiedsrichter: Wienefeld (Hamburg).
Zuschauer: 20.327.
So geht‘s weiter: SV Wehen Wiesbaden – MSV Duisburg (Samstag, 14. Februar, 14 Uhr, Brita-Arena).
Weiter geht‘s für den MSV Duisburg mit der Auswärtspartie beim SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14. Februar, 14 Uhr, Brita-Arena).




