Der MSV Duisburg bleibt zu Hause ungeschlagen, stolpert trotzdem auf dem eigenen Rasen. Der Fußball-Drittligist kam am Sonntag gegen den Tabellenvorletzten TSV Havelse vor 19.106 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Schauinslandreisen-Arena nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus. Ein Sieg wäre im Kampf um die Aufstiegsplätze eine Pflichtübung gewesen. Das kann teuer werden. Zumindest vor dem Spiel freuten sich die MSV-Fans. Der Klub gab bekannt, dass Joshua Bitter über die aktuelle Saison hinaus Zebrastreifen tragen wird.
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MSV-Trainer Dietmar Hirsch nahm gegenüber dem Heimspiel gegen den 1. FC Schweinfurt 05 (3:1) nur eine Änderung in der Startelf vor. Rechtsverteidiger Joshua Bitter kam für Niklas Jessen in die Mannschaft. Der 29-Jährige hatte zuletzt aufgrund einer Muskelverletzung, die er sich beim 1:6 in Wiesbaden früh zugezogen hatte, pausieren müssen. Christian Viet, der eine Knieverletzung auskuriert hat, war wieder im Kader. Bei den Gästen stand Ex-Zebra Robin Müller als Stürmer in der Startelf.
Vor dem Anpfiff erhielt Joshua Bitter einen ersten großen Applaus. Auf den beiden Anzeigetafeln lief ein Video mit Bitter in der Kabine. „Das ist mein Platz, und das bleibt auch so“, sagte der 29-Jährige, der zu den überragenden Außenverteidigern der Liga zählt. In der Pressemitteilung des Vereins lässt sich Dietmar Hirsch so zitieren: „Er ackert, er macht – er lebt den Duisburger Fußball.“ Wie immer: Wie lange der Vertrag nun weiterläuft, gab der Klub nicht bekannt. Sportchef Chris Schmoldt formuliert es in der Mitteilung so: „Wir freuen uns enorm, dass wir ihn noch eine ganze Zeit an uns binden konnten.“

Der MSV machte auf dem Platz keine halben Sachen, sondern sofort Dampf. Den ersten Abschluss verbuchte Conor Noß bereits nach 34 Sekunden. Der Ire setzte den Ball aber über das Tor. Der 25-Jährige hat sich vermutlich gefreut. Im Familienblock hing eine irische Fahne. Es ging weiter Schlag auf Schlag: Eine Minute später verpasste Can Coskun die Führung, in der dritten Minute setzte Patrick Sussek den Ball knapp neben das Tor. Wiederum vier Minuten später verpasste Tyger Lobinger aus kurzer Distanz.
Havelse mauerte intensiv, agierte mit einer Fünferabwehrkette und hoffte auf den besonderen Moment. Den hatten die Niedersachsen in der 20. Minute. Duisburg war in der Rückwärtsbewegung nachlässig, Arlind Rexhepi setzte sich auf der linken Seite durch und traf zum 0:1. Das war eine kalte Dusche für die Zebras! Der MSV war um eine schnelle Antwort bemüht. Tyger Lobinger hatte schon zwei Minuten später auf Zuspiel von Conor Noß den Ausgleich auf dem Fuß, doch Leon Sommer kratzte die Kugel für seinen geschlagenen Torwart Tom Opitz von der Linie.

Der MSV verlor den Faden, Havelse wurde mutiger. In der 34. Minute vergaben die Gäste nach einem Eckstoß gleich mehrere Einschussmöglichkeiten innerhalb von wenigen Sekunden. Der MSV ließ sich auf eine temporäre Abwehrschlacht ein. Aus dem Spiel heraus lief nicht mehr viel zusammen. Die Zebras wirkten statisch, es fehlte an Ideen. Zwischenzeitlich stand Aljaz Casar hilflos im Zentrum. Der Mittelfeldspieler gestikulierte mit den Armen, er fand keine Anspielposition. In der 40. Minute versuchte es Leon Müller mit einem Distanzschuss, der für Gästekeeper Opitz aber kein Problem darstellte.

Nach dem Wechsel bemühte sich der MSV um mehr Zugriff. Auf Zuspiel von Conor Noß setzte Tyger Lobinger den Ball in der 48. Minute aus vier Metern neben das Tor. Zwei Minuten später wurde ein Schuss von Aljaz Casar knapp zur Ecke abgefälscht. In der 58. Minute setzte Dominik Kother den Ball freistehend überhastet über das Tor. Dem Neuzugang gelang am Sonntag nicht viel. Eine Minute später war der Arbeitstag für ihn beendet. Dietmar Hirsch brachte zwei frische Offensivkräfte. Für Kother und Conor Noß kamen Simon Symalla und Florian Krüger. Das frische Duo stand in der 64. Minute im Fokus. Krüger setzte Symalla stark in Szene, der Youngster schloss aus 17 Metern jedoch nur halbherzig ab.
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In der 67. Minute zündete der MSV dann aber mit einem Standard. Patrick Sussek schlug einen Freistoß aus halblinker Position in den Strafraum. Tobias Fleckstein war per Kopf zur Stelle und traf zum 1:1. Der MSV wollte natürlich mehr, tat sich aber schwer, Chancen herauszuspielen. In der 80. Minute flog Tyger Lobinger nach einer Krüger-Flanke am Ball vorbei. Das war‘s für diesen Nachmittag.

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Die Fans gaben am Sonntag übrigens ein Statement zum angekündigten Rücktritt des Vorstandes um Christian Stiefelhagen ab. Im Fanblock waren in der ersten Halbzeit Transparente mit dem Schriftzug „Wenn einer am Vorstand rüttelt, dann die Mitglieder“ zu sehen.
MSV Duisburg – TSV Havelse 1:1 (0:1)
MSV Duisburg: Braune – Bitter, Fleckstein, Hahn, Coskun – Leon Müller (67. Bookjans), Casar (83. Tugbenyo) – Kother (59. Symalla), Noß (59. Krüger), Sussek – Lobinger
TSV Havelse: Opitz – Sommer, Plume, Belkahia, Kolgeci, Aytun – Berger, Düker – Rexhepi (85. Polster), Robin Müller (90./+6 Schepp) – Paldino (73. Ilic).
Tore: 0:1 Rexhepi (20.), 1:1 Fleckstein (66.).
Gelbe Karten: Bookjans – Paldino, Plume, Aytun.
Schiedsrichter: Rose (Satow)
Zuschauer: 19.106.
So geht‘s weiter: FC Ingolstadt 04 – MSV Duisburg (Mittwoch, 1. März, 19 Uhr, Audi-Sportpark).
Weiter geht‘s für den MSV bereits am Mittwoch, 4. März, mit der Auswärtspartie beim FC Ingolstadt 04. Anstoß im Audi-Sportpark ist um 19 Uhr.





